BÜNDNIS GEGEN RECHTS ruft zu einem breiten Bündnis gegen den Naziaufmarsch auf

Pressemitteilung, 15.08.2010

Stellungnahme des Bündnis gegen Rechts zum Artikel „Gefährlicher Vorstoß der Linken – Grüne kritisieren Alleingang zu Neonazi-Gegendemonstration und sprechen von Parteitaktik – CDU und SPD pflichten bei“ in der Braunschweiger Zeitung vom 14.08.2010

Die Ratsfraktion der Partei BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN kritisiert laut Braunschweiger Zeitung vom 14.08.2010, dass Udo Sommerfeld als Ratsmitglied der LINKEN „auf eigene Faust und ohne Absprache mit anderen Organisationen“ eine Gegendemonstration angemeldet“ habe. Dazu nimmt das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts wie folgt Stellung:

Die Anmeldung einer Gegendemonstration wurde auf dem letzten Treffen des Bündnisses gegen Rechts am 21.7.2010 beschlossen. Udo Sommerfeld hat daraufhin im Namen und Auftrag des Bündnisses eine Demonstration angemeldet.

Das Bündnis gegen Rechts hat bei den Naziaufmärschen in den Jahren 2000, 2003 und zuletzt 2005 jedes Mal zu einem gesellschaftlich breiten und vielfältigen Widerstand aufgerufen und Demonstrationen gegen die Aufmärsche der Neonazis angemeldet und durchgeführt.

Beim letzten Aufmarsch in Braunschweig im Jahr 2005 beteiligten sich mehrere tausend Menschen an der Kundgebung und Demonstration des Bündnisses gegen Rechts. Hunderte Menschen haben sich darüber hinaus den Nazis direkt in den Weg gestellt und immer wieder deren Route blockiert. Nur mit einem massiven Polizeieinsatz, mit Wasserwerfern, der illegitimen Einkesselung hunderter DemonstrantInnen und mit Knüppeleinsätzen, konnte die Polizei den Nazis den Weg freimachen für ihren Aufmarsch.

Der Aufruf und die Gegenaktivitäten des Bündnisses gegen Rechts unter dem Motto „Den Naziaufmarsch stoppen“ wurden dabei von zahlreichen Einzelpersonen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen, von politischen, sozialen und kulturellen Organisationen, Antifa-Gruppen, Gewerkschaften und Parteien – darunter übrigens auch verschiedene Gliederungen der Partei BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN – unterstützt.

Das Bündnis gegen Rechts wird auch dieses Mal wieder zu einem breiten Bündnis gegen den geplanten Naziaufmarsch aufrufen und hofft auf zahlreiche MitstreiterInnen und UnterstützerInnen. Schon jetzt laufen Vorbereitungen zu einem ersten großen Bündnistreffen, zu dem noch dieses Jahr eingeladen werden wird.

Auch wenn nicht gerade ein Neonaziaufmarsch ansteht, arbeitet im Bündnis gegen Rechts seit Jahren ein Kreis von antifaschistische Gruppen, VertreterInnen von Gewerkschaften und von Parteien und deren Jugendorganisationen, zusammen. In den letzten Jahren wurden vielfältige Aktivitäten durchgeführt. Dies reicht von der „Aktion Braunschweiger Noteingang“, über Infoveranstaltungen zu extremen Rechten in der Region bis hin zu Gedenkveranstaltungen, wie zuletzt am 8. Mai 2010 zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus.

Aktuelle Informationen des Bündnisses gegen Rechts finden Sie unter der Webseite:
www.nazi-aufmarsch-stoppen.de.vu

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