nB: "Resolution gegen Rechts – Am Dienstag Abstimmung im Stadtrat"

Dokumentation eines Artikels aus der neuen Braunschweiger vom 19.09.2010:

„Von Marion Korth. Braunschweig. Am Dienstag ist Ratssitzung. Gleich zu Beginn soll eine Resolution den parteiübergreifenden Schulterschluss gegen Rechtsextreme besiegeln. Aktueller Anlass ist ein von Rechtsextremen geplanter Aufmarsch am 4. Juni 2011. Udo Sommerfeld, Ratsherr der Linken und engagiert im Bündnis gegen Rechts, hatte, gleich nachdem er von diesen Plänen bei einem Bündnistreffen gehört hatte, vorsorglich eine Gegendemonstration angemeldet – und sich dafür gleich heftige Kritik eingefangen. „Vorpreschen“ und nicht abgestimmtes Vorgehen seien ihm vorgeworfen worden. ‚Mit dem Bündnis gegen Rechts war das abgestimmt, und wenn da die anderen Parteien nicht drin sind, ist das nicht meine Schuld‘, sagte er der nB. Auch bei früheren Aufmärschen habe er Gegendemonstrationen angemeldet. Sommerfeld: ‚Das war für mich der erste Schritt.‘ In jedem Fall sei es eine gute Sache, wenn sich jetzt ganz viele im Protest gegen Rechtsextreme vereinen.

Auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann hatten sich am Montag Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft getroffen, um über die geplante Demonstration von Rechtsradikalen zu sprechen und über mögliche Gegenmaßnahmen nachzudenken. Polizeipräsident Harry Döring beleuchtete das Thema aus polizeilicher Sicht. Ergebnis dieses ersten Treffens: Die Teilnehmer wollen ein breites Bündnis aller gesellschaftlichen Kräfte gegen die angekündigte Demonstration auf die Beine stellen. Dahinter sollen auch die Parteien stehen. In der Resolution, die Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann am Dienstag zur Abstimmung bringt, heißt es: ‚Der Rat der Stadt Braunschweig begrüßt die aus dem von mir eingeladenen Gesprächskreis entstandenen Initiativen von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Kirchen, Glaubensgemeinschaften und anderen für ein breites Bündnis gegen die rechtsextreme Demonstration am 4. Juni 2011 jeglicher Art und wird sich an entsprechenden Initiativen und Aktionen intensiv beteiligen.‘

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