Da war kein Platz für Neonazis im westlichen Ringgebiet und auch nicht am Europlatz!

Vielen Dank an die vielen hundert Menschen, die uns am Donnerstag unterstützt haben und gegen die angekündigte Kundgebung der Neonazis auf die Straße gegangen sind!

Auf unserer Demonstration vom Frankfurter Platz waren es etwas über 600 Menschen, die dann gleich weiter zum Europlatz gezogen sind. Doch da waren bis auf eine handvoll ver(w)irrte Neonazis, die schnell das Weite suchten, gar keine Neonazis zu sehen.

Offensichtlich hatten die – angesichts der zahlreichen GegendemonstrantInnen – gekniffen. Die Neonazis hatten sich um 18 Uhr am Kennelbad getroffen, um von dort eigentlich zum Europaplatz zu gehen. Dort waren dann aber nur 30 Neonazis zusammengekommen, die nach einiger Zeit eilig in ihren Autos davon fuhren. Ziel unbekannt.

Später sind sie dann auf dem Welfenplatz in der Südstadt aufgetaucht und haben dort – wohlgemerkt in Absprache mit der Stadt und der Polizei – eine Kundgebung mit etwas über 30 TeilnehmerInnen abgehalten. Auf Transparenten forderten sie u.a. das Verbot des Bündnis gegen Rechts.

Unterdessen waren in der AWO-Begegnungstätte rund 100 BewohnerInnen des westlichen Ringgebietes zusammengekommen und informierten sich bei unserer Veranstaltung über die Neonazis und ihre Aktivitäten. Hier wurde deutlich gezeigt, dass wie gewalttätig, antisemitisch, rassistisch und antimuslimisch diese auftreten und sich als Anhänger von Hitler und des NS-Regimes zeigen. Die Inhalte der Veranstaltung werden wir in Form einer Handreichung oder einer Broschüre in den nächsten Wochen hier veröffentlichen.

Anschließend gab es eine lange und auch kontroverse Diskusssion, darüber, was man denn gegen die zunehmenden Provokationen der Neonazis im Viertel tun könnte. Immer wieder äußerten BewohnerInnen, dass sie Angst hätten – aber auch, dass man sich nicht einschüchtern lassen will. Nun werden wir in den kommenden Wochen zu einem runden Tisch einladen um gemeinsam mit BewohnerInnen und Initiativen aus dem Viertel weitere Ideen zu entwickeln, um gemeinsam den Neonazis weiter Paroli zu bieten.

Denn eins hat der Tag deutlich gezeigt: Im westlichen Ringgebiet ist kein Platz für Neonazis!

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19.7.13, BZ: „Runder Tisch gegen Rechtsextreme“
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