Keinen Meter für Rassismus! Kein Platz für BRAGIDA! Lutz Bachmann wieder nach Hause schicken!

Lutz Bachmann wieder nach Hause schicken!Kundgebung des Bündnis gegen Rechts:

19. April * 14:30 Uhr * hinter den Schlossarkaden (Herzogin-Anna-Amalia-Platz)

Bitte achtet auf eine mögliche kurzfristige Verlegung des Ortes!

Am Sonntag, den 19. April 2015, will der Gründer der islamfeindlichen und rassistischen PEGIDA-Bewegung aus Dresden, Lutz Bachmann, bei der 11. Versammlung von „Braunschweig gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (BRAGIDA) sprechen.

Lutz Bachmann war im Januar zwischenzeitlich von all seinen Ämtern bei PEGIDA zurückgetreten, nachdem die Medien Bilder veröffentlichten, die ihn als schlechten Hitler-Imitator zeigten und über rassistische Sprüche berichteten. So soll Bachmann laut MOPO Dresden in einer Facebook-Gruppe Flüchtlinge als „Gelumpe“, „Dreckszeug“ und „Viehzeug“ bezeichnet haben. Inzwischen warnt selbst die kürzlich ausgetretene „PEGIDA-Frontfrau“ Kathrin Oertel davor, dass PEGIDA und ihre Ableger immer radikaler werden.

In Braunschweig konnte BRAGIDA bisher kaum Fuß fassen. Gleich am ersten Montag protestierten an die 8.000-10.000 Menschen gegen die selbsternannten „Retter des Abendlandes“ und für eine bunte, tolerante und antirassistische Stadt. Auch gegen die folgenden neun Versammlungen von BRAGIDA protestierten mehrere hundert Menschen. Immer wieder wurden außerdem durch Blockaden die Märsche von BRAGIDA behindert.

Von Anfang an war das Bild von BRAGIDA geprägt durch das Auftreten rechter Hooligans und gewalttätiger Neonazis. Dies führte schließlich zur Verlegung der Versammlung an den Bahnhof und der mehrmaligen Untersagung ihrer „Spaziergänge“. Zuletzt trat BRAGIDA mit kaum hundert AnhängerInnen im Braunschweiger Stadtteil Schuntersiedlung auf, weil sie hofften dort mit rassistische Tönen gegen die Flüchtlinge in der nahegelegenen Landesaufnahmebehörde in Kralenriede auf mehr Zustimmung zu stoßen.

Anstatt ihre Versammlungen, die außer einer handvoll meist auswärtiger „Wutbürger“ nur noch ein paar Neonazis und rechte Hooligans anziehen, endlich abzusagen, soll nun der Dresdner PEGIDA-Chef Lutz Bachmann retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass der angekündigte Auftritt von Bachmann nun auch wieder mehr PEGIDA-Anhänger aus der ganzen Region und darüber hinaus anziehen wird. Vermutlich wird Bachmann dafür sorgen, dass auch aus Dresden ein paar hundert Anhänger kommen, damit er hier nicht vor den üblichen 60 bis 100 Gestalten sprechen muss.

Wir rufen dazu auch am 19. April wieder deutlich zu machen, dass hier in Braunschweig kein Platz ist für Islamfeindlichkeit, Rassismus und Hetze gegen Flüchtlinge! Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Lutz Bachmann und seine AnhängerInnen mit einen lautstarken und sichtbaren Protest wieder nach Hause geschickt werden!

Das Programm unserer Protestkundgebung werden wir in den nächsten Tagen noch bekannt geben.

Berichte und Bilder über die letzten BRAGIDA-Versammlung und die Gegenproteste am 30.03.2015 in der Schuntersiedlung:

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