Dialog. Toleranz. Vernunft. Frieden. statt Ausgrenzung. Intoleranz. Rassismus. Krieg.

DGB BraunschweigPressemitteilung des DGB Braunschweig:

„Es ist unerträglich, wir hier im Theater sprechen über eine humane europäische Flüchtlingspolitik, haben Gäste aus Italien, aus der Nähe von Lampedusa und da Draußen wird menschenverachtende Propaganda verbreitet“ spricht, sichtlich erbost Hansi Volkmann, einer der Initiatoren des Konzerts mit Cataldo Perri, das am kommenden Sonntagabend im Kleinen Haus zur Aufführung kommen soll.

Es ist nicht nur ein Affront gegen die Musiker, die im Rahmen der Themenwoche Interkultur auftreten werden . Vor Beginn des Konzerts werden die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajic, und der Generalintendant des Staatstheaters Joachim Klement über die interkulturelle Woche und über Zusammenleben verschiedener Kulturen sprechen. Sie werden die Vorzüge herausarbeiten, die das Fremde bei uns bewirken kann, auf die Vorzüge von Toleranz und das Unbekannte, Neue hinweisen und draußen dampft die dumpfe Volksseele.

Cataldo Perri hat die Situation folgendermaßen beschrieben „Wir leben außerdem in einer Zeit, in der neuer Rassismus und neuer heftiger ideologisch-religiöser Fundamentalismus hervorbrechen, die die Grundlage bilden für tiefe gesellschaftliche Risse und zivilisatorische Kämpfe. Daher ist es unumgänglich und erforderlich, die Fäden von Dialog, Toleranz, Vernunft, Frieden neu zu knüpfen.“

Es ist nicht hinnehmbar, dass die langjährigen positiven Erfahrungen die wir im Miteinanderleben von Menschen aus über 150 verschiedenen Nationen in Braunschweig praktizieren, von Ewiggestrigen zerstört wird.  Und besonders im Staatstheater leben die KünstlerInnen quasi davon, zehren daraus, dass das Ensemble international zusammen gesetzt ist. Das ist die Basis, ist ihre Kraft, auf Kulturen zuzugreifen die Theater, Tanz und Musik mit anderen Augen sehen können. Die SchauspielerInnen, TänzerInnen, SängerInnen, MusikerInnen, TechnikerInnen wollen keine Scheuklappen, keine Denkverbote, keine Welt, in der nur die eine Richtige Meinung zählt. Sie wollen Vielfalt und Kommunikation, dafür ist das Theater da.

Pegida und Bragida gehören nicht zu Braunschweig!
DGB SON
Wilhelmstraße 5
38100 Braunschweig

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