Ex-NPD-Funktionärin Sigrid Schüßler bei BRAGIDA: „Wir sind die letzten Mohikaner, wir sind die letzten Deutschen“ (Ergänzt)

Sigrid Schüßler bei BRAGIDADie ehemalige NPD-Funktionärin Sigrid Schüßler hat am Sonntag (26.4.2015) bei der 12. Versammlung von BRAGIDA in Braunschweig gesprochen. Die BRAGIDA-Organisatorin Tina Müller hatte zuvor gegenüber braunschweigheute.de geäußert, die Rede würde „neutral“ sein und von ihr vorher angesehen und geprüft werden. Schüßler forderte in ihrer Rede die Abschaffung aller Parteien und sprach vom „Drecksystem“. Politiker wurden im NS-Jargon als „Volksverräter“ bezeichnet und der „Glaube an das Volk“ beschworen. Am Ende betonte Schüßler unter Beifall der BRAGIDA-AnhängerInnen, dass man als „entschlossene Deutsche“ zu „allem bereit“ sei, auch wenn es nach PEGIDA nicht mehr „friedlich“ bleibe.

Wir dokumentieren im folgenden einige Ausschnitte aus der Rede, die es hier komplett als MP3-Mitschnitt gibt:

„Ich bin jetzt hier bei BRAGIDA in Braunschweig und das ist meine erste Rede von einer PEGIDA Organisation die ich im goldenen Westen halte. Es ist für mich eine Premiere und ich bin sehr sehr aufgeregt. Ich habe mich extra hingesetzt und für euch eine eigene Rede kreiert und die beginnt folgendermaßen:

Liebe Landsleute aus Braunschweig und Umgebung. Ich grüße die Stadt der man dieses Jahr die Fastnacht verhagelt hat. Die Stadt, in der das tolle Treiben dass wir sonst von der fünften Jahreszeit kennen, in diesem Jahr dem wirklichen Wahnsinn gewichen ist. Und dem wirklichen Wahnsinn, der sich jedoch nicht auf ein paar Tage im Jahr begrenzt, wie das tolle Tage normalerweise tun, sondern das ganze Jahr stattfindet. In diesem Sinne: Hallo Deutschland. Willkommen im Irrenhaus. Ganztägig und rund um die Uhr (…)

Unserer Kampf hat die Ebene der Politik längst verlassen. Er war vielleicht noch nie dort. Er hat die Ebene der Spiritualität erreicht. Und wir müssen glauben. Wir, die wir hier stehen wir dürfen glauben und wir dürfen uns unseren Glauben und unsere Zuversicht nicht nehmen lassen. Wenn wir glauben, dann werden wir Berge versetzen, so heißt es. Das ist schon vorneweg die Botschaft die ich euch geben kann. Wir müssen den Glauben in unserem Volk wieder wachrufen (…)

Aber ich sag euch was. Ich bin ausgetreten aus der Partei, weil Parteien für mich nichts mehr bedeuten. Die gehören alle abgeschafft. Diese Parteien sind alle Teil der BRD. Die halten dieses Drecksystem aufrecht. Die gehören alle abgeschafft. Wir sind das Volk. Wir müssen auf die Straße. Es geht darum was wir wollen. Wir brauchen keine Parteiprogramme und irgendwelche Laberer in Parlamenten. Wir brauchen Handfestes was unser Volk zur Freiheit bringt und befreit und uns eine Zukunft gestaltet. Aber ich muß euch sagen, ich schäme mich nicht dafür dass ich Mitglied in der NPD gewesen bin. Ich bin zu einer Zeit in diese Partei eingetreten da gab es noch keine PEGIDA. Da hat es dass absolute Aus bedeutet sich so zu Deutschland zu bekennen. Für mich war damals der Eintritt in die BRD, äh in die NPD, der Austritt aus der BRD. Das war mein Bekenntnis zu Deutschland (Bravo-Rufe, Klatschen) (…)

Eure Moscheen könnt ihr bauen wo der Pfeffer wächst. Sie sind uns so fremd wie nur irgendwas (…)

Politiker, die öffentlich und offziell in ihrer Funktion als Volksvertreter und Repräsentanten unseres Volkes diese uns völlig fremde Religion willkommen heißen sind keine Volksvertreter eines freien Volkes, eines freien Deutschlands. Sie sind meineidige Volksverräter (Rufe „Volksverräter, Volksverräter“).

Und sie sind in ihrer Funktion als Volksverräter natürlich dazu bestimmt, abgeschafft zu werden, bevor sie noch weiter den Ausverkauf unseres Heimatlandes betreiben zu können (…)

Unser Staat übt tagtäglich Gewalt gegen sein eigenes Volk aus. Die Gewalt, ich geb einen kürzen Überblick, es ist nur ein kleiner Ausschnitt, jeder jeder wird selber wissen, wie es sich damit verhält, beginnend bei täglich 1000 Abtreibungen pro Tag die auf Krankenkasse gehen, wozu die die Frauen geradezu erzogen und gedrängt werden, über die unsägliche Frühsexualisierung mit dem unseren Kindern die Seele verdorben und geraubt wird. Das völlig völlig aberwitzige Gendermainstreaming, wo wir uns jeden Tag aufs neue aussuchen sollen, ob wir heute Männlein oder Weiblein sein wollen, hin zu der politischen Indoktrination durch die Medien, der Einführung des Islam, der Unterdrückung der Meinungsfreiheit und der existenziellen Verfolgung politischer Dissidenten. Ja, es gibt in diesem Staat politische Gefangene. Was ist denn das, dass ist doch keine Demokratie, wenn ich wegen meiner Meinung, wegen Worten die ich sage ins Gefängnis komme, wie ein Schwerverbrecher und die wirklichen Schwerverbrecher die haben ihre Schäfchen auf der trockenen Seite, die sitzen doch bei uns in der Regierung. Verfolgt und mit Strafen belegt werden mittlerweile nicht nur Leute, die sich öffentlich zu ihrer Heimat bekennen und somit zum Dissidenten werden an diesem Staat, Widerständler gegen unser Staatssystem, verfolgt und mit Strafen belegt werden mittlerweile völlig unbescholtene Bürgerinnen und Bürger.

Es sind so Nachrichten, die kommen nicht in die Presse, die sickern einfach durch, die entsprechen aber der Wahrheit. Zum Beispiel, ich weiß nicht ob ihr das mitbekommen habt, ein Mann mähte Rasen in seinem Garten sang dazu und wurde von seinem Nachbarn zu einer Strafe angezeigt, die er auch bezahlen musste, weil sein Nachbar eben den Muezzin in seinen eigenen Garten übertragen hatte und sich von dem Rasenmäher und den Gesang gestört fühlte. So bekommt man in der Bundesrepublik Deutschland gerne mal hunderte Euro an den Hals gebunden (…)

Unsere Werte gelten nicht mehr in diesem Staat wir haben es jetzt amtlich, wir Deutsche sind zum Freiwild geworden in unserer eigenen Heimat. Und das da drüben sind die Totengräber (…)

Es gibt niemanden außer uns. Wir, wir, wenn ich in eure Gesichter schaue, wir haben den Spruch (ach) geprägt. Das sind entschlossene Deutsche zu allem bereit. Wir, wir sind die letzten Mohikaner. Wir sind die letzten Deutschen.

Dieser Staat, dieser Staat ist schlau, weil hinter ihm schlaue Dienste stehen. Und unser Gegner ist nicht zu unterschätzen. Und dieser Staat spielt mit uns. Dieser Staat sitzt PEGIDA aus. PEGIDA kann kommen und gehen. PEGIDA kann kommen und gehen. Der Staat sitzt PEGIDA aus. Er läßt uns gewähren, macht uns Mittels seiner Lügenpropaganda lächerlich. Er sät den Spaltpilz. Jeder distanziert sich von jedem, kaputt ist die ganze Bewegung. Es funktioniert immer noch. Es kann sein, dass PEGIDA wieder verschwindet. Dieser Staat wartet bis wir alle müde werden, mürbe und aufgeben. Aber, und das ist der Punkt, dieser Staat macht die Rechnung ohne den Wirt und der Wirt sind wir. Wir sind das Volk.

Wenn PEGIDA wieder verschwindet, dann wird es nicht lange dauern und es wird etwas anderes kommen. Und ich weiß, dass ihr alle denkt wie ich. Ich spüre das. Es ist der letzte Versuch dieses Unheil, dass auf uns alle zukommt, zurast, noch friedlich zu verhindern. Und wenn PEGIDA jetzt scheitert, dann wird etwas anderes kommen und es wird nicht mehr friedlich vor sich gehen können. Aber wir, die wir hier stehen, wir sind zu allem bereit.

Unser Volk. Unser Volk. Es ist unser Volk. Es hat Größen, wie Martin Luther, Friedrich Schiller, Georg Büchner und nicht zuletzt Richard Wagner hervorgebracht. Es hat diese Größen hervorgebracht. Diese, diese Männer mussten alle fliehen, sie wurden alle verfolgt. Warum? Weil sie unermüdlich den Geist der Freiheit vor sich hergetragen haben und vorangetrieben haben. Und unser Volk hat diese Größen nicht hervorgebracht, damit wir jetzt verzagen. Es ist an uns, wir müssen glauben und es ist ein Wunder, dass wir vollbringen müssen. Und dieses Wunder heißt unsere Freiheit.

Die Freiheit für Deutschland. Schluss mit der Gehirnwäsche, Schluss mit der Lügenpresse. Weg mit unseren Politikversagern und Volksverrätern. Für ein freies Deutschland und mit ihm den Frieden in Europa. Wir, wir müssen glauben. Und wir müssen an das Wunder glauben. Du musst glauben, Du musst wagen, den die Götter leihen keinen Pfand. Nur ein Wunder kann uns tragen in das schöne Wunderland’ – Friedrich Schiller. In diesem Sinne: Danke Braunschweig, dass ich hier sprechen durfte.“

1. Nachtrag:

Distanzierung von der DistanzierungErst distanzierte sich BRAGIDA (am 28.4.) auf ihrer Facebook-Seite im Nachgang der Rede von Frau Schüßler von der NPD, um sich heute (29.4) dann wieder von jeder „Distanziererei“ zu distanzieren. Die Zukunft, so kündigt BRAGIDA an, „sollte darin liegen, GEMEINSAM etwas zu verändern“. Darf man das nun so verstehen, dass es künftig eine offene Zusammenarbeit von BRAGIDA mit der NPD gibt oder distanziert sich BRAGIDA auch davon demnächst wieder?

 2. Nachtrag:

Karl Richter (Ex-Vorsitzender der NPD Bayern und Ratsherr der Münchner „Bürgerinitiative Ausländerstopp“), der mit Schüßler zusammen in Braunschweig war, schreibt bei Facebook: „die Veranstalter in Braunschweig, das BRAGIDA-Orgateam, erhielt am gestrigen Dienstag einen Anruf aus Dresden, worin angeordnet wurde, daß sich BRAGIDA rückwirkend von Sigrid Schüßler distanzieren müsse. BRAGIDA solle das damit begründen, daß man zu spät von Sigrid Schüßlers früherer (!) NPD-Mitgliedschaft erfahren habe – was faktisch schlicht und einfach falsch ist. Das Ganze ist ein ziemlich ungeheuerlicher Vorgang, der tief blicken läßt und ernüchternde Schlüsse nahelegt.“

Hat also Lutz Bachmann / PEGIDA e.V. die Distanzierung angeordnet? Wird BRAGIDA nun nach der Rücknahme der „angeordneten“ Distanzierung sich als offizieller Ableger der PEGIDA-Bewegung verabschieden und unter neuem Namen weitermachen?

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