Reichspogromnacht 9. November 1938 – Erinnern, Gedenken, Handeln!

synagoge-3Wir sagen NEIN zu Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Hetze gegen Flüchtlinge!

 

Montag, 9. November 2015

Kundgebung des Bündnis gegen Rechts
18 Uhr * Rathaus Braunschweig
Platz der deutschen Einheit ACHTUNG_ Verlegt per Auflage durch die Stadt Braunschweig auf den DOMPLATZ

Kranzniederlegung der Stadt Braunschweig
16 Uhr * Ehemalige Synagoge
Alte Knochenhauerstraße

Vorläufiges Programm/Redner*innen:

  • David Janzen, Bündnis gegen Rechts
  • n.n., Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg/Region Braunschweig e.V.
  • Dirk Bitterberg, Stellvertretender Vorsitzender des VorstandesLeiter des Geschäftsfeldes Familie & Soziale Dienste der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Braunschweig e.V.
  • Verlesung des „Apell an die Jugend“ der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano und des Widerstandskämpfer Peter Gingold durch ein Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA)
  • Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender VW Braunschweig

Dazwischen jeweils Gitarrenmusik vom Duo Unterwegs

Aufruf mit Unterstützr*innen (mit neuem Ort) – Stand 3.11.2015

Am 9. November 1938 organisierten die Nazis in ganz Deutschland Gewalttaten gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger. 400 Menschen wurden dabei ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen wurden angezündet, Geschäfte, Wohnungen, und Friedhöfe wurden zerstört. Über 30.000 JüdInnen wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von der Diskriminierung zu systematischen Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die schließlich im Holocaust mündete. Viele Menschen mussten wegen der Verfolgung durch die Faschisten Deutschland verlassen. Sie flohen vor der Verfolgung und fanden in der Fremde eine neue Heimat.

77 Jahre später erleben Antisemitismus, Rassismus und völkischer Nationalismus wieder deutlichen Auftrieb. Rechte Bewegungen, wie PEGIDA und HOGESA, aber auch die rechtspopulistische AFD bringen tausende Menschen auf die Straßen. In manchen Städten und Dörfern „protestiert“ ein hasserfüllter Mob gegen Flüchtlinge, fast täglich gibt es Anschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte. Auch in den sozialen Netzwerken tobt ein virtueller Mob, der mit Hass und Hetze versucht rassistische Stimmungen anzuheizen. Vieles von dem, was PEGIDA & Co. von sich geben erinnert dabei fatal an die NSDAP in der Weimarer Republik. Begriffe wie „Lügenpresse“, „Volksverräter“, „Überfremdung“ oder „Rettung des Abendlandes“, sowie die Verachtung gegenüber demokratischen Institutionen, spielten bereits in der Propaganda der Nazis eine große Rolle.

Für den 9. November 2015 hat der Braunschweiger Ableger der extrem rechten PEGIDA-Bewegung, BRAGIDA, den „bekannten Neonazi“ (Stuttgarter Zeitung) Karl-Michael Merkle, der unter dem Pseudonym „Michael Mannheimer“ auftritt, als Redner eingeladen. Er ist einer der bekanntesten Blogger und Redner aus dem Spektrum der rechten Islamfeinde. Schon im April 2011 rief Mannheimer laut publikative.org „dazu auf, gegen das Establishment zu den Waffen zu greifen“.

Am 9. November wollen wir an die Verbrechen des Faschismus erinnern, den Opfern gedenken und handeln: Wir werden den rechten Hetzer von PEGIDA, BRAGIDA & Co. insbesondere auch an diesem Tag nicht die Straße überlassen!

UnterstützerInnen, RednerInnen, und kulturelles Begleitprogramm,  sowie weitere Infos werden wir demnächst nocht hier bekanntgeben.

Wer als UnterstützerIn mit unter den Aufruf möchte, schickt bitte eine Mail an buendnisgegenrechts@web.de

Der Aufruf wird unterstützt von (wird laufend ergänzt):

AG Migration und Vielfalt SPD Braunschweig, Angelika Schwarz (Vorsitzende AWO Unternehmensbetriebsrat), attac Braunschweig, Antirassismus-Referat des AStA der TU Braunschweig, Antifaschistisches Plenum & Offenes Antifa Treffen Braunschweig, Antje Meyer (Wolfenbüttel), Arbeitskreis Schuntersiedlung, ART (Aktiv für Respekt und Toleranz), AStA der TU, Betriebsrat der Oskar Kämmer Schule, Bettina-Maria Henze, Bettina Helmboldt, Bezirksjugendwerk der AWO Braunschweig e.V., Braunschweig-Spiegel.de, Braunschweiger Initiative für eine andere Politik (BIAP), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Kreisverband Braunschweig, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Ratsfraktion Braunschweig, BÜRGERINITIATIVE BRAUNSCHWEIG (BIBS), DGB Jugend Braunschweig, DGB Region SüdOstNiedersachsen, DIE LINKE Kreisverband Wolfenbüttel, DIE LINKE KV Braunschweig, DKP Braunschweig, Dr. Matthias Hahn, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Braunschweig, Frank Meier (Wolfenbüttel), Friedensbündnis Braunschweig, Friedenszentrum Braunschweig e.V., Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – Kreisverband Braunschweig, Gewerkschaft ver.di – Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen, Heide Janicki (Rentnerin, ver.di), Helmut Graupner, Hilke Ahrens, IG Metall Braunschweig, Ines Richlick, Jürgen Reuter (Bezirksvorsitzender GEW Fachgruppe Gymnasien), Jusos Braunschweig, Jutta Krellmann (Mitglied des Bundestag, Die Linke), Karl-Heinz Schmidt (Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE KV Helmstedt), Katrin Herbel, Kulturzentrum Nexus, LAG Antifaschismus/Rechtsextremismus (ANTIFA) – DIE LINKE.Niedersachsen, Linksjugend [’solid] Braunschweig, Naturfreundejugend Braunschweig, Pastor Klaus Kuhlmann, Sabine Sambou, Sabine Knoblauch, sambaattac, Sebastian Wertmüller (Gewerkschaftssekretär), Sigrid Bauer, Sigrid Maschke, Sozialistische Jugend – die Falken, Ulrike Jacob-Praël, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisverband Braunschweig, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Wolfsburg, Volker Mewes, Vorstand braunschweiger forum e.V., Waltraud Höpken, Werner Wetzorke.

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