Ein kleiner Bericht vom Montag

VW-HalleAm Montag gab es mal keinen Protest gegen BRAGIDA: Das Bündnis hatte dazu aufgerufen stattdessen zur Infoveranstaltung der Stadt zur dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingen in der VW-Halle zu kommen. Während also BRAGIDA hinterm Schloß alleingelassen mit 20 Leuten im Regen stand und dann auch auf einen „Spaziergang“ verzichtete, hatten sich zwischen 60 und 80 Menschen vor der VW-Halle getroffen. Dort wollte die AfD eigentlich einen Infostand aufbauen und Flyer verteilen. 12192007_1080706651962673_7797899725151916692_nZwar war eine kleine Gruppe der AfD und der „Jungen Alternative“ vor Ort und die Polizei hatte sich schon positioniert, allerdings kuschte die AfD und verzichtete (ob wegen dem Regen oder der zu erwartenden Proteste) auf ihren angemeldeten Infostand. Lediglich ein paar Leute der AfD-Abspaltung „ALFA“ verteilten Flugblätter vor dem Eingang der Halle. Allerdings wurden sie immer wieder von Menschen umringt, die deutlich machten, dass sie auch die AfD-light nicht toll finden. Schließlich schickte der Sicherheitsdienst der Halle die Verteiler vom Eingang weg. Anschließend beteiligten sich die UnterstützerInnen des Bündnis an der Infoveranstaltung. Die Halle blieb mit etwa 1000 Teilnehmerinnen allerdings recht leer. Die Stadt stellte ihr Konzept vor und erläuterte, wie sie die Standorte ausgewählt hat, wo in den meisten Fällen in Häusern in Modulbauweise jeweils bis zu 100 Menschen während ihres Asylverfahren untergebracht werden sollen. Deutlich wurde, dass die Stadt sich trotz der kurzen Zeit sehr bemüht hat, ein gutes und schlüssiges Konzept vorzulegen. Auswahlkriterien waren: Dezentrale Verteilung, keine Konkurrenz zu anderen kommunalen Wohnbauprojekten, jeweils 100 Menschen pro Standort, keine Randlagen ohne Infrastruktur oder ohne Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Standorte möglichst in die Stadtteile integriert, keine weitere „Belastung“ von Ortsteilen mit bereits hoher Integrationsleistung (Weststadt, westlichen Ringebiet, Kralenriede). Sicher wären kleinere 12313598_1080706735295998_2581260407275371759_nWohneinheiten und eine noch dezentralere Verteilung besser gewesen, aber angesichts der drängenden Zeit, scheint das Konzept der Stadt vernünftig und gut durchdacht. Leider zeigten die in der Fragerunde geäußerten „Ängste“ und „Sorgen“ mancher BürgerInnen, die mit unterschwelligen oder auch offenen Rassismus geäußert wurden, dass bei dem einen oder anderen Standort die Flüchtlinge nicht unbedingt von allen freundlich empfangen werden. Vermutlich dürfte es da noch den einen oder anderen geben. Es gab aber auch sehr viel Applaus und Beifall für RednerInnen, die forderten, dass die Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht werden und schnell in das Leben der Stadt eingebunden werden sollten.
Einen Liveticker der Braunschweiger Zeitung zum nachlesen gibt es hier:

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