Demonstration gegen rechte Gewalt

Demonstration: Samstag, 19.03.2016 * 15:00 Uhr * Rebenring/AStA TU Braunschweig

Die Demonstration wird organisiert vom Antifaschistischen Plenum und vom Offenen Antifa Treffen. Sie wird außerdem von zahlreichen weiteren Gruppen aus dem Bündnis gegen Rechts unterstützt:

Aufruf:

Kein Fußbreit der NPD/JN!
Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt!

  • 9.9.15: 15 Nazis ziehen mit „Ausländer raus!“-Rufen über den Mittelweg und die Ludwigstraße. Zuvor versuchten sie die Vorführung des Films „Blut muss fließen – Undercover in der Rechtrockszene“ im Haus der Kulturen zu stören.
  • 5.12.15: Nach einer Kundgebung des Bündnis gegen Rechts auf dem Nibelungenplatz attackiert eine Gruppe Nazis Teilnehmer*innen mit Pfefferspray und Flaschen.
  • 21.1.16: Vor dem Einkaufcenter „Weißes Ross“ werden NPD-Flugblätter verteilt. Als eine Person eines der Flugblätter zerknüllt, wird sie bedroht, geschubst und durch das  Einkaufscenter verfolgt.
  • 9.2.16: Zwei Anhänger der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) verkleben rassistische Aufkleber an die Tür des Jugendverbandes „Die Falken“ am Bohlweg. Als ein Mitarbeiter die Täter zur Rede stellen will, wird er von den Nazis getreten und  geschlagen.
  • 23.2.16: In der Neuen Oberschule verteilen zwei Nazis Flugblätter der JN. Sie werden von einem Lehrer rausgeworfen. Nachdem sie erneut das Schulgelände betreten kommt es zu einem Streit mit Schüler*innen. Daraufhin schlägt und tritt einer der beiden Nazis auf zwei Schüler ein. Ein Schüler wird schwer verletzt.

Die hier aufgeführten Vorfälle sind nur ein paar Beispiele für Angriffe und Aktivitäten von  Anhängerinnen und Anhängern des im August 2014 gegründeten „Stützpunkt Braunschweig“ der JN. Die JN ist die Jugendorganisation der NPD, jener Partei gegen die derzeit ein Verbotsverfahren läuft.

Die JN tritt dabei noch aggressiver und militanter auf als die Partei selbst. Mit ihren Aktionen, Freizeitangeboten, Wanderungen, Kampfsportseminaren und politischen Schulungen richtet sich die JN gezielt an Jugendliche, die dort schon mit 14 Jahren Mitglied werden können. Regelmäßig wurden in den letzten Monaten Flugblätter und Visitenkarten der JN vor Braunschweiger Schulen verteilt.

Viele der Schulungen und Treffen der JN finden in der Ludwigstraße 32 (Nordstadt) statt, wo der Student und JN-Aktivist Sebastian Weigler wohnt. Dort fand im letzten Jahr z.B. am 18.3.2015 eine sogenannte „Rechtsschulung“ statt, bei der die Mitglieder und Anhänger im Umgang mit Polizei und Justiz geschult wurden. Für den 19.3.2016 kündigt die JN nun erneut ein solches Seminar in Braunschweig an.

Wir rufen deshalb für diesen Tag zu einer Demonstration durch  die Braunschweiger Nordstadt auf, um auf die zunehmenden Aktivitäten und Angriffe der Nazis aufmerksam zu machen, uns solidarisch mit den Angegriffenen zu zeigen und deutlich zu machen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen.

Solidarisch und entschlossen gegen rechte Gewalt!

Die Demonstration wird organisiert vom Antifaschistischen Plenum und vom Offenen Antifa Treffen. Sie wird außerdem unterstützt von: Arbeitskreis Schuntersiedlung, AStA TU Braunschweig, Aktiv für Respekt und Toleranz (ART), AG gegen Rechts des Stadtjugendring, Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS), AWO Kreisverband Braunschweig, Bündnis 90/Die Grünen – Ratsfraktion Braunschweig, Bündnis 90/Die Grünen – Kreisverband Braunschweig, DGB Stadtverband Braunschweig, DGB Jugend SüdOstNiedersachsen, DKP Braunschweig, DIE LINKE. Kreisverband Braunschweig, SOZIALISTISCHE JUGEND-DIE FALKEN Kreisverband Braunschweig, FrauenLesbenGruppe ZAMI, Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen, Gruppe Libertäre Linke im Bezirkrat Nordstadt, IG Metall Braunschweig, IG Metall Jugend Braunschweig, Linksfraktion im Rat der Stadt Braunschweig, Naturfreundejugend Braunschweig, Ultras Braunschweig, ver.di Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen, Unabhängiges Kulturzentrum Nexus, VVN-BdA Braunschweig.

Den gesamten Aufruf (auch als PDF zum ausdrucken) gibt es hier.

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