KZ-Gedenkstätte Schillstraße von Neonazis beschmiert

Schill2Es war leider fast zu erwarten: Nach den zahlreichen rechten Schmierereien, dem Beschmieren von „Stolpersteinen“ mit Hakenkreuzen und dem provokativen Auftritt von drei Neonazis bei der Gedenkveranstaltung am 8. Mai an der KZ-Gedenkstätte Schillstraße wurde diese nun von Neonazis beschmiert. Alle Schilder mit Erinnerungen und Statements Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger über die Zeit des NS-Regimes, darunter auch der jüdischen Gemeinde Braunschweig, wurden mit goldener Farbe übermalt. Außerdem wurden Aufkleber mit der Aufschrift „I love NS“ verklebt und Hakenkreuze mit Edding auf die Tafeln gemalt. Gerade letztere entsprechen genau denen, die seit Wochen regelmäßig in Lehndorf rund um die Saarstraße auftauchen. Dass dort der mutmaßliche Täter des Angriffs auf die Schüler der NO wohnt, dieser zusammen mit zwei Mitglieder der NPD-Jugendorganisation (JN) am 8. Mai die TeilnehmerInnen der Gedenkveranstaltung provozierte, mag man als Zufall abtun. Die gezielten Schmierereien an der KZ-Gedenkstätte zeigen aber ganz klar: Es gibt in dieser Stadt ein massives Problem mit rechter Gewalt und neonazistischen Aktivitäten – und dieses Problem wird bisher sowohl von der Polizei, als auch von der Stadt heruntergespielt. Doch es muß endlich gehandelt werden und die rechten Aktivitäten und Provokationen gestoppt werden!

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