20 Jahre Bündnis gegen Rechts

Bündnis gegen Rechts

Ein Blick zurück


Das Bündnis gegen Rechts feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen. Wir werden deshalb in den nächsten Monaten hier immer wieder einen Blick zurück auf unsere Aktivitäten in den letzten 20 Jahren werfen und diesen Artikel laufend ergänzen.

1999 – Die Gründung

Gegründet wurde das „Bündnis gegen Rechts“ im Frühjahr 1999. Einer der ersten Aktivitäten war die Herausgabe der Zeitschrift „touché – Antifaschistische Informationen für Braunschweig und Umgebung“ zum 1. Mai 1999, in der über rechte Aktivitäten aufgeklärt wurde. Damals traf sich das Bündnis einmal im Monat in den Räumen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA). Anders als geplant erschienen keine weiteren Ausgaben der Zeitschrift.

Im Herbst wurde dann aus dem bis dahin eher kleinen Kreis ein großes Bündnis: Damals wollte die NPD durch Braunschweig marschieren und gegen die Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht von 1941–1944″ protestieren. Rund 90 Gruppen und Einzelpersonen unterstützen den Aufruf des „Bündnis gegen Rechts“ zum Gegenprotest [Hier gibt es den Aufruf zum nachlesen].

Das Oberverwaltungsgericht verbot den Naziaufmarsch einen Tag davor. Trotzdem folgten rund 2000 Menschen dem Aufruf des Bündnis zu einer Demonstration durch die Innenstadt. Die Tageszeitung junge Welt zitierte den Polizeipräsidenten, der die Demonstrant*innen wegen des „sehr diszipliniertes Verhalten“ lobte. Das Bündnis hatte damals im Aufruf betont, dass sich „alle mit ihren Mitteln und Protestformen“ an der Verhinderung des Naziaufmarsches beteiligen sollen. Auch ein Sprecher „autonomer Antifa Gruppen“ wird in der Zeitung zitiert: „Es ist uns gelungen, eine Spaltung zwischen der militanten Antifa und bürgerlichem Protest zu verhindern“.

Die NPD versuchte unterdessen ihre Anhänger in andere Städte umzuleiten: „Auch eine von der NPD in Magdeburg angemeldete Ersatzdemonstration war verboten worden. Hier verhängte die Polizei Platzverweise gegen 200 Neonazis. Auf einer Autobahnraststätte in Lehrte nahe Hannover setzten Beamte 35 rechte Marschierer fest, in Lüneburg waren es mindestens 65“, heißt es in der jungen Welt. 

Im Vorfeld der ersten Demonstration des „Bündnis gegen Rechts“ zeigte sich auch der Verfassungsschutz recht interessiert an den Aktivitäten des neuen Bündnis: Er sprach 3 Personen aus dem Umfeld des Bündnis an, darunter ein Mitglied der Jugendorganisation „Die Falken“ und versuchte sie zur „konspirativen Spitzelarbeit“ zu gewinnen. In einer Pressemitteilung schrieb das Bündnis dazu: „Das Bündnis gegen Rechts verurteilt ausdrücklich die Versuche des Verfassungsschutz mit geheimdienstlichen Methoden demokratische, linke und antifaschistische Initiativen, Gruppen und Personen zu verfolgen.“

Ein Gedanke zu „20 Jahre Bündnis gegen Rechts“

  1. schonmal herzlichen Glückwunsch……..und auf die nächsten 20 Jahre.MACHT WEITER SO GEGEN FASCHISMUS,RECHTSEXTREMISMUS UND POPULISMUS.
    FÜR EIN VERBOT ALLER FASCHISTISCHEN ORGANISATIONEN,GRUPPEN UND INITIATIVEN

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