Braunschweig zeigt Gesicht und Größe – über 5.000 auf den Beinen gegen den Parteitag der AfD!

Pressemitteilung

4.000 Teilnehmer*innen hat das Bündnis gegen Rechts bei seiner Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz gezählt, weitere 1.000 waren unterwegs mit der Kulturszene und haben ihren Abschluss aus Platzgründen auf dem Burgplatz durchgeführt. So die erste Bilanz des Bündnisses.

Foto: Mark Seeger

Das sei ein Riesenerfolg, man habe mit deutlich weniger Menschen gerechnet und sei eher von unter 1000 Teilnehmer*innen ausgegangen, so Sebastian Wertmüller für das Bündnis. Von der Riesenbeteiligung sei man angenehm überrascht: „Die Zivilgesellschaft unserer Stadt lebt und die AfD widert sie an. Dass dieser braune Haufen jetzt sich schon wieder hier zusammenfindet, kann nur auf Widerstand stoßen.“

Wertmüller bedankt sich bei allen, die gekommen sind, dass sie konsequent Mund- und Nasenschutzmasken getragen haben und – im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten – sich an die Abstandsregeln eingehalten haben. Das unterscheidet uns von anderen, der Schutz der Menschen ist uns wichtig,“ so Wertmüller.

Foto: Mark Seeger

Es kam an einzelnen Orten zu Blockaden und der Zugang zur Millenniumhalle war für AfD-Delegierte zeitweise versperrt. Dabei soll es nach Informationen des Bündnisses zum Einsatz von Pfefferspray und Polizeihunden gegen Blockierer gekommen sein. Das Bündnis bittet Betroffene und Zeugen sich zu melden und Bildmaterial zur Verfügung zu stellen. „Polizeihunde und Tränengas sind nicht angemessen im Umgang mit friedlichen Blockierern,“ so Wertmüller.

Auch von fünf Festgenommenen, davon drei noch inhaftiert, wird berichtet. Auch das werde man überprüfen.

Die anderen Auftaktveranstaltungen seien störungsfrei verlaufen, dasselbe gilt für die Abschlusskundgebung auf der u.a. mit Anja Piel vom DGB-Bundesvorstand gesprochen hat.

Einen Dank richtet das Bündnis an die Braunschweiger Verkehrs GmbH und an die Polizei, dass sie – trotz der unerwartet hohen Beteiligung – eine Durchführung der Abschlusskundgebung durch die kurzfristige Sperrung des Bohlwegs und die zeitweise Stilllegung des Fahrbetriebs der Straßenbahn ermöglicht haben.