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NOBRAGIDA #18: Picknick, Kaffee und Kuchen und dann laut gegen Rechtsaussen rufen!

Picknick

 

Für Sonntag, den 21.6., laden wir um 14:30 Uhr auf den Herzogin-Anna-Amalia-Platz zum Protestpicknick gegen Rechts ein!

Wir freuen uns, wenn ihr dafür Kuchen backt, Snacks vorbereitet, etwas zum Trinken und eine Picknickdecke
mitbringt. Kaffe, Tee und Musik wird es vor Ort geben (Bitte nur Plastikflaschen und Geschirr/Besteck aus Pappe/Plastik mitbringen).

Anschließend werden wir gegen den Auftritt des Schweizer Rechtsaussen Ignaz Bearth bei BRAGIDA protestieren!

>>> Flugblatt als PDF zum ausdrucken, kopieren und verteilen

Für den 21. Juni hat „Braunschweig gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (BRAGIDA) den Schweizer Rechtspopulisten Ignaz Bearth als Redner zu ihrem „Spaziergang“ eingeladen. Damit macht BRAGIDA entgegen den ständigen Beteuerungen der Sprecherin Tina Müller wieder einmal deutlich, wie weit rechts diese (inzwischen eher zu einem Haufen zusammengeschmolzene) vorgebliche „Bürgerbewegung“ steht.

Bearth ist Gründer der rechtspopulistischen Schweizer „Direktdemokratischen Partei“. Als Sprecher von PEGIDA Schweiz trat Bearth zurück, nachdem der Verdacht aufkam, dass er Facebook-Likes gekauft hatte, die Schweizer Behörden gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Beleidigung der deutschen Bundesregierung eingeleitet hatten und seine Vergangenheit bei der extrem rechten „Partei National Orientierter Schweizer“ (PNOS) thematisiert wurde. Aus seiner Sympathie für die europäischen Rechtsparteien, wie dem Front National, der Lega Nord oder der FPÖ macht Ignaz Barth keinen Hehl. Die ungarische Jobbik-Bewegung, die laut einem ungarischen Gericht als „neonazistisch“ bezeichnet werden darf, unterstütze er im Wahlkampf und gratulierte zu ihrem Wahlerfolg bei den Parlamentswahlen 2014. Die Aktivisten der Jobbik-Bewegung sind berüchtigt für rassistische Übergriffe auf Roma. Der SPIEGEL bezeichnet Jobbik als „rechtsextremen Skandalpartei, die mal Listen jüdischer Bürger fordert, mal Europafahnen verbrennt oder mit schwarz gekleideten Hundertschaften aufmarschiert“. Bearth zeigt auch Sympathien für die neurechte „Identitäre Bewegung“. Per Facebook lobte er die „Österreichischen Freunde von der Identitären Bewegung“ und verlinkte einen Bericht des VICE-Magazins, das ein Bild zeigt, wie gerade ein Mob von Teilnehmern eines Aufmarsches in Wien auf einem am Boden liegenden Gegner eintritt. Am Montag (15.6.) trat Bearth zusammen mit der Berliner NPD-Aktivistin Maria Frank bei einer Versammlung der PEGIDA-Abspaltung „Patriotische Europäer sagen Nein“ in Meiningen auf.

regionalbraunschweig.de: Ignaz Bearth soll bei Bragida sprechen

BRAGIDA will dieses mal vermutlich wieder auf der bisherigen Route (St.-Nicolai-Platz, Georg-Eckert-Straße, Museumstraße, Steintorwall, Leonhardstraße , Kurt-Seelecke-Platz, Magnitorwall, Georg-Eckert-Straße, St.-Nicolai-Platz) „spazieren“ gehen.