Archiv der Kategorie: Allgemeines

Hat der unter Bewährung stehende Neonazi Pierre B. erneut zugeschlagen und wieder jemanden den Kiefer gebrochen?

Das jedenfalls wirft ihm jetzt die Staatsanwaltschaft Braunschweig vor: Er soll demnach bereits vor einem Jahr, am 31.8.2018, ein junges Gewerkschaftsmitglied in Cramme (Landkreis Wolfenbüttel) ohne ersichtlichen Grund so brutal ins Gesicht geschlagen haben, dass dieser einen Kieferbruch erlitt. Der junge Mann musste daraufhin mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden und war wochenlang arbeitsunfähig. Am 2.9.2019 soll nun um 9:30 Uhr der Prozess gegen ihn vor dem Amtsgericht Wolfenbüttel stattfinden

[UPDATE: Der Neonazi wurde freigesprochen. Regionalbraunschweig.de: „Nach Kieferbruch: Braunschweiger Neonazi freigesprochen]

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Kein Fitnesstraining für gewalttätige Neonazis!

Kein Fitnesstraining für gewalttätige Neonazis!
Offener Brief an McFIT in Braunschweig

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Monaten haben sich immer wieder Kund*innen von McFIT in Braunschweig an uns gewandt und darauf hingewiesen, dass dort der durch Medienberichte bekannte, gewaltbereite Neonazi Lasse Richei trainiert. Uns liegen auch Berichte vor, wonach es vor oder im Fitnessstudio auch schon zu Belästigungen und Bedrohungen durch den Neonazis gekommen ist. Inzwischen haben mehre Kund*innen ihren Vertrag gekündigt, weil trotz mehrere Beschwerden nicht entsprechend reagiert wurde und Lasse Richei dort weiter trainieren kann.

Fitnesstraining für den gewalttätigen Straßenkampf

Lasse Richei gehört zu einer kleinen Gruppe von Neonazis, die bis vor kurzem als „Sport- und Kampfgemeinschaft Adrenalin Braunschweig“ auftraten. Die Mitglieder der Gruppe suchen bewusst die gewalttätige Auseinandersetzungen mit Menschen, die sie aufgrund ihres rechten Weltbilds als „Feinde“ betrachten und trainieren dafür gezielt Fitness, Kraft- und Kampfsport.

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20 Jahre Bündnis gegen Rechts: Demo & Fest

Plakat und Flyer zum download, selbst ausdrucken, kopieren, aufhängen und verteilen: Flugblatt | Plakat (beide PDF)

Samstag, 7. September 2019

11:00 Uhr – Demonstration durch die Innenstadt, Start: Fritz-Bauer Platz

12:00 Uhr – Großes Geburtstagsfest auf dem Fritz Bauer Platz mit vielen Informationsständen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm

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20 Jahre Bündnis gegen Rechts

Bündnis gegen Rechts

Ein Blick zurück


Das Bündnis gegen Rechts feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen. Wir werden deshalb in den nächsten Monaten hier immer wieder einen Blick zurück auf unsere Aktivitäten in den letzten 20 Jahren werfen und diesen Artikel laufend ergänzen.

1999 – Die Gründung

Gegründet wurde das „Bündnis gegen Rechts“ im Frühjahr 1999. Einer der ersten Aktivitäten war die Herausgabe der Zeitschrift „touché – Antifaschistische Informationen für Braunschweig und Umgebung“ zum 1. Mai 1999, in der über rechte Aktivitäten aufgeklärt wurde. Damals traf sich das Bündnis einmal im Monat in den Räumen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA). Anders als geplant erschienen keine weiteren Ausgaben der Zeitschrift.

Im Herbst wurde dann aus dem bis dahin eher kleinen Kreis ein großes Bündnis: Damals wollte die NPD durch Braunschweig marschieren und gegen die Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht von 1941–1944″ protestieren. Rund 90 Gruppen und Einzelpersonen unterstützen den Aufruf des „Bündnis gegen Rechts“ zum Gegenprotest [Hier gibt es den Aufruf zum nachlesen].

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Erneute Morddrohung gegen unseren Sprecher

Neonazis haben erneut eine Morddrohung gegen den Sprecher des Bündnis gegen Rechts ausgesprochen: An die Eingangstür des Mehrfamilienhauses in Braunschweig, in dem er mit seiner Familie wohnt, wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag Aufkleber der neonazistischen ‚Kampf- und Sportgemeinschaft Adrenalin Braunschweig‘ geklebt. Dazu wurde in schwarzer Schreibschrift „Wir töten dich! Janzen“ geschrieben.

Drohung "Wir töten dich! Janzen" an Haustür geschmiert

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Neonazi der Gruppe im Sozialen Netzwerk Instagram den im Mordfall am Kasseler Regierungspräsidenten festgenommenen Neonazi als „Bruder in Haft“ bezeichnet und ein weiterer drohte in einem Video: „Heute Walter, morgen Janzen!“. Nachdem die Morddrohung in den Medien und auch im niedersächsischen Landtag auf Antrag der Grünen Landtagsfraktion thematisiert wurden, gab die Gruppe ihre Selbstauflösung bekannt (Hier geht es zur Übersicht zu den Veröffentlichungen in den Medien)

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Demonstration: Wir alle gegen rechten Terror!

Demonstration des Bündnis gegen Rechts: Wir alle gegen rechten Terror! Freitag, 5. Juli, 16:30 Uhr, Kohlmarkt Braunschweig

Am 2.6.19 wurde Walter Lübcke, CDU-Mitglied und Regierungspräsident in Kassel, ermordet. Der inzwischen geständige Täter ist ein Neonazi:

Stephan E. war Mitglied der NPD und steht dem Terrornetzwerk „Combat18“ nahe. Gegen ihn wurde in der Vergangenheit wegen dutzender rechter Straftaten ermittelt. Verurteilt wurde er u.a. wegen eines versuchten Sprengstoffanschlags auf eine Geflüchtetenunterkunft und wegen eines Angriffs auf eine Gewerkschaftsdemonstration. Obwohl er sogar im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss Thema war, hatten ihn die Behörden zuletzt nicht mehr im Fokus, da er die letzten Jahre nicht mehr polizeilich aufgefallen sei.

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Neonazi-Kundgebung am 1. Mai in Braunschweig

Am 1. Mai wollen die Neonazis der „Kampf- & Sportgemeinschaft Adrenalin Braunschweig“ um 13 Uhr eine Kundgebung abhalten. Die Gruppe, die bezeichnenderweise als Symbol einen Schlagring benutzt, mobilisiert unter dem Motto „Unsere Stadt – Unsere Regeln“ zum „Tag der deutschen Arbeit“ auf den Altstadtmarkt.

Die kaum mehr als eine Handvoll Mitglieder von „Adrenalin“ fallen immer wieder durch Drohungen und gewalttätige Angriffe auf, so z.B. auch bei der AfD-Demonstration am 1.9.2018 in Chemnitz, wo diese die aggressive Stimmung gegen Journalistinnen, Gegendemonstrantinnen und die Polizei maßgeblich mit anheizten (https://recherche38.info/2018/09/08/bs-in-chemnitz/). Zur Gruppe gehört auch der bereits mehrmals wegen Körperverletzung verurteilte Neonazi Pierre Bauer, der unter anderem 2016 zwei Schüler eines Braunschweiger Gymnasiums ins Krankenhaus geprügelt hat, sowie Lasse Richei, der erst kürzlich wegen einen Angriff auf einen Türsteher verurteilt wurde. Anmelder der Versammlung ist vermutlich Timo Büllesbach. Auf das Konto der Gruppe gehen auch die regelmäßigen Hakenkreuz- und NS-Schmierereien, z.B. an der KZ-Gedenkstätte Schillstrasse und auf Stolpersteine.

Auch wenn davon auszugehen ist, dass (wenn überhaupt) nur eine sehr kleine Zahl von Neonazis dem Aufruf folgen werden, ist es wie immer richtig, wenn sie am Altstadtmarkt auf einen spontanen, bunten und lautstarken Protest treffen.

Zeigen wir, dass Braunschweig nicht ihre Stadt ist – Unser 1. Mai bleibt bunt und solidarisch!