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Faschismus & Nationalsozialismus: Warum sind entmündigende Ideologien so attraktiv? Der Autoritäre Charakter – ein Erklärungsversuch

31. Mai 2011 / 19:00

Veranstaltung mit Sebastian Winter.

Dass die Nationalsozialisten 1933 von der deutschen Bevölkerung an die Macht gewählt wurden, erschütterte die an Marx orientierte Gesellschaftstheorie zutiefst. Wie war es möglich, dass Menschen die historische Möglichkeit der Emanzipation ablehnten und dermaßen überzeugt für ihre eigene Entmündigung eintraten?

Die Kritische Theorie antwortete hierauf im amerikanischen Exil mit einer Hinwendung zur Psychoanalyse: Diese sei die einzige Psychologie, „die im Ernst den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität nachforscht“ (Adorno). Das Konzept des „Autoritären Charakters“ wurde entwickelt: Familiäre und außerfamiliäre Sozialisationsbedingungen würden die Menschen dazu bringen, aus der Unterwerfung unter Autoritäten einen psychischen Gewinn zu ziehen, weshalb sie die Diktatur geradezu herbeiwünschten. Der Antisemitismus bot zudem ein Feindbild, mit dem innere Konflikte projektiv externalisiert und durch die Verfolgung eines äußeren Feindes scheinbar gelöst werden konnten. Dieses Konzept gehört nach wie vor zu den wichtigsten Ansätzen in der Autoritarismusforschung. Allerdings gibt es auch Kritik: Führt eine miserable Erziehung mehr oder weniger zwangsläufig dazu, dass man Nazi wird? Wie aktuell ist das Konzept: Haben sich die Sozialisationsbedingungen seit den 20er Jahren nicht verändert? In der Veranstaltung wird das Konzept des Autoritären Charakters und seines theoretischen Hintergrundes vorgestellt und seine Weiterentwicklungen und die Kritik an ihm diskutiert.

Veranstalter: Antifaschistische Gruppe (AGB)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen des Bündnis gegen Rechts Braunschweig gegen den Naziaufmarsch am 4. Juni 2011

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Mitglieder und Sympathisanten extremer rechter Parteien oder Gruppierungen und Personen, die der die extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische und antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von der Veranstaltung auszuschließen. Bei Veröffentlichung des Veranstaltungstermin bitten wir unbedingt auf diese Einschränkung hinzuweisen!

Details

Datum:
31. Mai 2011
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

TU Braunscheig – Raum S19.3
Pockelstr. 4
Braunschweig, 38106 Deutschland
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