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Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit – Gedenkveranstaltung für die Opfer von Faschismus und Militarismus

Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit

 

Rangeleien beim antifaschistischen Gedenken

Vor 20 Jahren, am 14.11.1994 riefen antifaschistische Gruppen zu einer Gedenkveranstaltung für die „Opfer von Faschismus und Militarismus“ am Schilldenkmal auf, um an das angrenzende ehemalige KZ-Außen­kom­man­do zu erinnern. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten durch TeilnehmerInnen der glei­ch­zeitig dort stattfindenden „offiziellen“ Gedenkveranstaltung des „Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge“ und der Stadt Braunschweig. Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit – Gedenkveranstaltung für die Opfer von Faschismus und Militarismus weiterlesen

Film: NO PASARAN – Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben

Film: NO PASARANDas Kino Universum zeigt den Film „NO PASARAN“ (D 2013; Regie: Daniel Buchholz). Der Regisseur ist zum anschließenden Filmgespräch anwesend.

Wofür habt ihr gekämpft?“ Diese Frage lässt den 96-jährigen Österreicher Gerhard Hoffmann sehr nachdenklich werden: „Also, das lässt sich in wenigen Worten nicht sagen.“

Auf einer Reise quer durch Europa, zu den letzten ZeitzeugInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben, macht sich NO PASARAN“ auf die Suche nach Antworten.

Im Zentrum dieses multinationalen  Dokumentarfilms stehen die Lebenswege und persönlichen Schicksale von Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien), Herman Scheerboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever (Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet haben, waren sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Doch keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren.

Die ZeitzeugInnen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden.

Stimmen zu NO PASARAN:

„No Pasaran“ ist ein sehenswerter Film über ein in Vergessenheit geratenes Stück Zeitgeschichte. (Reinhard Lüke, FILMDIENST)

Es sind die berührenden Aussagen der hochbetagten und doch erstaunlich fitten Zeitzeugen, die diese Dokumentation tragen (…) Zeugnisse von unschätzbarem historischen und politischen Wert. (Carmela Negrete, Neues Deutschland)

Vielen Dank für NO PASARAN ! (Vincent Almudever, ehemaliger Interbrigadist und Résistancekämpfer)

Die vorgestelletn Männer und Frauen zogen nicht in Mussolinis oder Hitlers Krieg (…) Sie setzen sich vielmehr dafür ein, dass der Faschismus besiegt wird, bevor er den Massenmord ins Werk setzen konnte (…) Das macht es so wertvoll mehr über sie zu erfahren. (Peter Nowak, Freitag Online)

Ein faszinierender Film über Menschen, die ihren eigenen Weg gegangen sind und die Konsequenzen tragen mussten, und darüber hinaus ein Statement über das, was Europa wirklich zusammenhält. (KINO.de)

Eindrucksvoll erzählen sie von ihrem schicksalhaften Lebensweg, ihren Erfahrungen und Erlebnissen – von einer Zeit, die ihnen ihre Jugend gestohlen hat. (KRITIKEN.de)

Ein längst überfälliger Dokumentarfilm (…). (Deutsche Filmakademie)

 

70. Jahrestag der Bombardierung Braunschweigs

Und als von tausend Jahren
nur elf vergangen waren
im letzten Jahr vom Krieg,

da lag die Welt in Scherben,
und Deutschland lag im Sterben
und schrie noch Heil und Sieg.

Franz-Josef Degenhardt – Zündschnüre-Song

Offener Brief an die Braunschweiger Zeitung

Liebe Redaktion der Braunschweiger Zeitung,

als regelmäßiger Leser ihrer Zeitung und als Sprecher des Braunschweiger Bündnis gegen Rechts möchte ich ihrer Aufforderung an die Leser nachkommen, zum Thema der Bombardierung der Stadt Braunschweig mitzu­dis­kutieren.

Als die „schmerzlichste Stunde dieser Stadt“ bezeichnete Henning Noske in der Braunschweiger Zeitung vom 9. Oktober 2014 den Bombenhagel im Oktober 1944. Ohne Zweifel, die Bombardierungen, die Verletzten, die Toten und die Zerstörungen sind ein schreckliches Ereignis in der Geschichte dieser Stadt. Ein Ereignis, dass deutlich machen sollte, welche Grausamkeiten Kriege für die Zivilbevölkerung immer bedeuten und welche Schrecken insbesondere dieser von Deutschland angezettelte Krieg nicht nur in die von der Wehrmacht überfallenen Ländern brachte, sondern schließlich auch für die deutsche Bevölkerung nach sich zog. 70. Jahrestag der Bombardierung Braunschweigs weiterlesen