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Steigende rechte Straf- und Gewalttaten: Braunschweig nimmt „Spitzenplatz“ in Niedersachsen ein

Nie gab es in den letzten 10 Jahren in Braunschweig so viele polizeilich registrierte rechte Straf- und Gewalttaten in Braunschweig wie im letzten Jahr. Mit 126 polizeilich registrierten rechten Straftaten, davon 19 Gewalttaten, steht Braunschweig demnach im Vergleich zu anderen Orten in Niedersachsen an der Spitze der Statistik.

Vor allem die schon vor zwei Jahren sprunghaft angestiegene hohe Zahl rechter Gewalttaten gibt Anlass zur Sorge. Während die Zahlen sich in Braunschweig hier in den letzten 10 Jahren zwischen 3 und 6 Fällen bewegten, stiegen diese bereits 2015 sprunghaft auf 18 Fälle an und blieben mit 19 rechten Gewalttaten in 2016 weiter auf einem hohen Niveau. Steigende rechte Straf- und Gewalttaten: Braunschweig nimmt „Spitzenplatz“ in Niedersachsen ein weiterlesen

Besorgniserregende Zunahme rechter Angriffe und Aktivitäten [Aktualisiert]

131123_nulltolerenz_nazis_01In den letzten Wochen und Monaten ist es zu einer Vielzahl von rechten Aktivitäten, Schmierereien und auch Angriffen von Neonazis gekommen. An vielen dieser Vorfälle waren Aktivisten und Anhänger der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) beteiligt. Die JN ist die Jugendorganisation der NPD, gegen die gerade ein Verbotsverfahren läuft. In der JN können schon Jugendliche ab 14 Jahren Mitglied werden. Im Windschatten von BRAGIDA konnte die „JN Braunschweig“ in den letzten Monaten neue Anhänger gewinnen und tritt nun immer offener und aggresiver auf. Einen Schwerpunkt legen die Neonazis dabei auf die Nordstadt, mit dem Unigebiet, der Ludwigstrasse und dem Mittelweg, dem Siegfriedviertel und Teilen des östlichen Ringgebietes. Hier tauchen immer wieder Schmierereien und Aufkleber mit Parolen wie „NS Area“ oder „Nazi Kiez“ auf, mit denen die Neonazis versuchen die Stadtviertel entsprechen dem Konzept der „National befreiten Zonen“ als „ihr“ Gebiet zu markieren.

Wer rechte Aktivitäten, Schmierereien, Drohungen oder Angriffe mitbekommt oder selbst davon betroffen ist: Bitte wendet euch (auch anonym und vertraulich) an uns und schreibt dazu einen kurzen Bericht (an: buendnisgegenrechts@web.de). Auf Wunsch unterstützen und beraten wir euch im Umgang mit rechten Bedrohungen und Angriffen (soweit das unsere Möglichkeiten zulassen) oder vermitteln euch an eine Beratungstelle.

Im folgenden haben wir Links zu Berichten über die Aktivitäten und Angriffe von Neonazis der letzten Zeit zusammengestellt:

Aktuelle Infos

Donnerstag, 18.7.2013 – 18:00 Uhr * Frankfurter Platz

Auftaktkundgebung
des Bündnis gegen Rechts: „Das Viertel bleibt bunt und vielfältig – Kein Platz für Nazis
anschließend Demo in Richtung AWO-Begegnungsstätte

um 19:00 Uhr beginnt dort wie geplant die Diskussions- und Infoveranstaltung „Neonazis provozieren im westlichen Ringgebiet. Was tun?

Kundgebung der Neonazis auf den Europaplatz verlegt: Laut Braunschweiger Zeitung wurde die Kundgebung der Neonazis nun in Absprache mit dem Anmelder auf den Europaplatz (Ecke Konrad Adenauer Straße) verlegt, da der DGB für das Bündnis gegen Rechts bereits zuvor eine  Demonstration in der Frankfurter Strasse angemeldet hatte und so den Neonazis zuvor gekommen ist (siehe Artikel „Rechtsextreme Kundgebung auf den Europaplatz verlegt„). Inzwischen ruft auch die NPD Niedersachsen zur Teilnahme an der Kundgebung des „Aktionsbündnis 38“ auf.

Lautstark und sichtbar gegen die Neonazis!

Das Bündnis gegen Rechts begrüßt es , wenn viele Menschen um 19:00 auch direkt zum Europaplatz gehen und dort lautstark und sichtbar gegen den Auftritt der Neonazis protestieren! Für alle die den Vortrag deshalb verpassen, werden wir hier in den nächsten Wochen eine Zusammenfassung zum nachlesen veröffentlichen.