Freiheit! Vielfalt! Solidarität! Emanzipation! Grenzenlos gegen Rassismus

Vom 15.-28. März finden zum 26. mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und werden bundesweit und international durch verschiedene Aktivitäten begleitet. Die Aktionswochen rahmen den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03. ein und stehen dieses Jahr unter dem Motto: „Solidarität. Grenzenlos!“.

In diesen Wochen geht es darum, ein gesamtgesellschaftliches Problembewusstsein zu schaffen für:

  • Gefahren durch rechte Gewalt und Rechtsterrorismus.
  • Jahrhunderte alte Ideologien Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus, die unser Denken und Handeln beeinflussen, Ungerechtigkeiten bis heute aufrechterhalten und sie rechtfertigen.
  • Folgen von Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Klimaerwärmung, Armut, Gewalt, Krieg und Not sowie anschließender Flucht.
  • Menschen, die auch 2021 benachteiligt, ausgeschlossen, behindert, verletzt, Gewalt ausgesetzt und verfolgt werden, weil sie einer Normvorstellung nicht entsprechen.
  • Armut, Obdachlosigkeit und Existenzängste als alltägliche Realität vieler Menschen.

Wir sind von diesen Problemen nicht alle gleichermaßen betroffen. Gerade deshalb müssen wir Betroffenen, Überlebenden und Angehörigen zuhören und Raum geben. Wir wollen Netzwerke ausbauen und unterstützen. Wir wollen gemeinsam und auf Augenhöhe überlegen, wie wir vorhandene Machtgefälle aufbrechen können. Wir sind solidarisch.

Auch in Braunschweig finden deshalb vielfältige Aktionen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt

Und zwar mit einer klaren Botschaft:

Hier ist kein Platz für rechte Gewalt, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!

Als Bestandteil der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ führt das Bündnis gegen Rechts zwei Kundgebungen durch:

Kundgebungen, 27.03.2021:

Hauptkundgebung Schlossplatz Braunschweig,
14:00 Uhr
vorher, 13:00 Uhr, Hauptbahnhof

In Braunschweig führen militante Nazis mit penetranter Regelmäßigkeit Demonstrationen durch. So auch geplant für den 27.03. durch die Kleinstpartei „Die Rechte“. Sie wollen sich in Braunschweig breitmachen und das ist bedrohlich für viele Menschen.

Im Stadtgeschehen werden junge Menschen von Nazischlägern angegriffen, Einrichtungen von linken Gruppen werden attackiert, Menschen werden bedroht und haben Angst, sich an bestimmten Plätzen in Braunschweig zu bewegen.

Das parlamentarische Sprachrohr der extremen Rechten, die AfD, schätzt Braunschweig als Tagungsort. Coronaleugner*innen mit ihrer rechten Klientel im Gefolge nerven beharrlich.

Zu Daten der historischen Erinnerung (Jahrestag der Reichspogromnacht) und an historisch bedeutenden Orten (KZ-Gedenkstätte Schillstraße, Synagoge) kommt es immer wieder zu Provokationen aus dem extrem rechten Spektrum.

Wir verlassen uns nicht auf den Verfassungsschutz und auf Gerichte. Es muss etwas passieren!

Am 27.03. zeigen wir, wofür Braunschweig steht: Wir zeigen, dass Nazis bei uns keinen Platz haben. Wir demonstrieren für eine Gesellschaft ohne Nazis und ohne alle anderen

Feinde der Menschen und der Demokratie. Für eine freie Gesellschaft, ohne Rassismus, ohne Antisemitismus und ohne Nationalismus sind wir alle verantwortlich.

Freiheit, Selbstbestimmung, gesellschaftliche Vielfalt und Fortschritt müssen im Alltag und der ganzen Gesellschaft erkämpft und erhalten werden – in der Familie, im Betrieb, in Schule oder Hochschule und auf der Straße.

Für das Ende rechter Gewalt und für eine solidarische Gesellschaft!

Samstag, 27.03.2021, 14:00 Uhr, Braunschweig,
Hauptkundgebung: Schlossplatz,
vorher Hauptbahnhof