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Gedenktag 27. Januar –Gedenken, Erinnern, Schützen, Handeln

Vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz. Seit 1996 wird in Deutschland an diesem Datum der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Am 27. Januar gedenken wir „der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu Fein-den erklärt und verfolgt hatte.“ (Bundesregierung 2008)

Am 27. Januar erinnern wir daran, dass eine ernsthafte Verfolgung der Täter des Nationalsozialismus in der deutschen Nachkriegsgeschichte weitgehend unterblieb: Generäle und Bürokraten, Funktionsträger von NSDAP, SA und SS, Unternehmer, Politiker, Richter und Staatsanwälte, Wachleute und Polizisten… Sie alle und tausende andere, die das Funktionieren des NS-Staates, die die Deportationen und die reibungslosen Massenmorde zu verantworten hatten, blieben bis auf wenige Ausnahmen und einige eher symbolische Verurteilungen frei von Verfolgung und Bestrafung. Dazu kamen Hunderttausende, die durch ihr schweigendes und aktives Mitwirken an den Verbrechen des Nationalsozialismus, am Krieg, am Funktionieren des Staates den Holocaust und die Verbrechen der NS-Zeit erst ermöglichten.

Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen bedeutet für uns mehr als Erinnerung und Gedenken allein. Verantwortung heißt für uns, aktiv einzugreifen, wenn NS-Verbrechen geleugnet oder verharmlost werden. Wenn Jüdinnen und Juden heutzutage Antisemitismus und Bedrohung durch Nazis erfahren müssen, sind wir mit ihnen solidarisch. Wenn Menschen wegen ihres Aussehens, ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer politischen Haltung von Rechten verbal oder physisch attackiert werden, geschieht das nicht ohne unseren Protest und unsere Gegenwehr.

Mit Öffentlichkeitsarbeit, Kundgebungen und Demonstrationen leisten wir unseren Beitrag gegen die rechte Gefahr. Der 27. Januar ist für uns ein bedeutendes Datum – so wie der Tag der Befreiung am 8. Mai und der Jahrestag der Reichspogromnacht am 09. November.

Wegen der Infektionsgefahren wird es dieses Jahr in Braunschweig keine öffentliche Gedenkveranstaltung geben. Das Bündnis gegen Rechts ruft daher zu Kranzniederlegungen an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße am 27.Januar auf und wird sich als Bündnis daran beteiligen.

Schon wieder Braunschweig: 50 Nazis in der Stadt unterwegs, 200 Antifaschist:innen halten dagegen

Rund 50 gewaltbereite Nazis haben am vergangenen Samstag in Braunschweig demonstrieren können. Nazis aus Magdeburg, Hildesheim, Einbeck und Goslar unterstützten dabei die kleine Braunschweiger Szene. 200 Demonstrant:innen sind dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts zu Protesten gefolgt und hielten am Bahnhof und am Burgplatz dagegen.

Sebastian Wertmüller vom Braunschweiger Bündnis bedauert, dass die Verbote für die Versammlung der Partei Die Rechte in der Innenstadt keinen Bestand hatten: „Der Versuch der Stadt, Nazis fern der Innenstadt zu halten, ist richtig. Die sind überall eine Zumutung und eine Gefahr, aber am Bahnhof auf einem Haufen, hat die Polizei sie am besten im Griff.“

Es zeige sich aber eine zunehmende Gefahr, dass die stadtbekannten rechten Braunschweiger Schläger mehr Unterstützung von außerhalb erhielten und sich so bei ihren Provokationen und Angriffen auf andere gestärkt fühlten. Dass am heutigen Samstag auch die Reichskriegsflagge ungehindert zum Einsatz kam, sei ein schlechtes Zeichen. Mehrfache Interventionen bei der Polizei hätten leider nicht zur Sicherstellung dieses Symbols der Demokratiefeindlichkeit bewegen können.

Wertmüller: „Es ist ein gemeingefährlicher Dreiklang: Provokative Kundgebungen und Demos, aggressive und gewalttätige Aktionen in der Stadt und Bedrohungen gegenüber einzelnen Personen und Gruppen.“

Das Bündnis warnt seit Jahren vor diesen Entwicklungen, die Braunschweig für die rechtsextreme und die Naziszene immer attraktiver machten.

„Man muss diesen Leuten den Spaß an ihren Auftritten nehmen. Dazu braucht es Proteste und Verbote. Dazu braucht es aber auch eine aktivere Stadtgesellschaft, die überall und zu jedem Zeitpunkt zu erkennen gibt: Euch, Euren Rassismus, Euren Nationalismus, Euren Antisemitismus lassen wir nicht zu!“

Das Bündnis kündigt an, diese Debatte verstärkt zu führen und hat da klare Erwartungen an Politik und Verwaltung. Es gehe nicht nur um Demonstrationen, Widerstand gegen die rechte Szene sei viel, viel mehr.

Antifaschismus lässt sich nicht verbieten.

ERKLÄRUNG GEGEN DAS GEPLANTE VERBOT ANTIFASCHISTISCHER GRUPPEN IN NIEDERSACHSEN.

„Am Freitag, den 15. Januar 2021 haben wir erfahren, dass Boris Pistorius als niedersächsischer Innenminister ein Verbot antifaschistischer Gruppen prüfen will. Boris Pistorius reagiert damit auf den “Bund deutscher Kriminalbeamter”, welcher in Trumpscher Manier ein Verbot der “ANTIFA” fordert. […]
Wer links und rechts, wie beim Hufeisenmodell, gleichsetzt, verteidigt nicht die Demokratie, sondern diffamiert und bekämpft die, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, in der alle Menschen ohne Angst gemeinsam unterschiedlich sein können. Insbesondere in diesen Zeiten braucht es keine Verbote, sondern vielmehr Förderung und Teilnahme an Antifa.“

Wir stehen solidarisch zusammen und fordern: Kein Verbot antifaschistischer Gruppen in Niedersachsen!
#WirsindalleAntifa

Kundgebung „Gegen Nazihetze und Coronaleugner:innen – Mit Solidarität durch die Pandemie“

Wir rufen am kommenden Samstag, den 23.01., ab 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Braun-schweig zur Kundgebung „Gegen Nazihetze und Coronaleugner:innen – Mit Solidarität durch die Pandemie“ auf, um gemeinsam zu zeigen, dass wir für solidarische Antworten auf die Pandemie einstehen und keinen Raum für rechte Hetze, Verschwörungsmythen und Nazi-Propaganda zulassen.

Seit fast einem Jahr erleben wir die größte Krise der Nachkriegszeit. Die weltweite Covid-19-Pande-mie hat zu massiven Einschränkungen in allen Lebensbereichen geführt. Gesundheitsschutz und die Entwicklung von Maßnahmen stehen im Vordergrund. Gleichzeitig haben die bisherigen und aktuellen infektionsschutzbedingten Einschränkungen zur Verschärfung ökonomischer Ungleichheit, zunehmender Bildungsungleichheit, massiven Überlastungen im Gesundheitssystem mit ihren verheeren-den Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen beispielsweise im Sozialen Bereich, dem Einzelhandel oder der Logistikbranche geführt. Selbstständige und Kulturschaffende bangen um ihre Existenz, Eltern werden durch Schul- und Kita-Schließungen an die physischen und psychischen Grenzen getrieben, Schüler:innen und Auszubildende bangen um ihre Abschlüsse. Wohnungslose und Menschen mit Behinderungen sind besonders isoliert und bei Impfplänen nicht berücksichtigt. Geflüchtete Menschen werden durch harte Pushbacks und die fortgesetzte Abriegelung der EU-Außengrenzen ihrem Schicksal überlassen.

Wir brauchen solidarische Lösungen und müssen diese gemeinsam entwickeln!

Doch was passiert zeitgleich: Die Pandemie wird von Verschwörungsideolog:innen, sogenannten Querdenker:innen, rechten Parteien einschließlich der AfD sowie extremen Rechten genutzt, um ihre menschenverachtenden Ideologien salonfähig zu machen, breiten Zuspruch zu bekommen und sich eine gesellschaftliche Meinungshoheit zu verschaffen. Heraus kommen lukrative Schulterschlüsse zwischen Pandemie-Leugner:innen, Impfgegner:innen, extremen Rechten, besorgten Bürger:innen und überzeugten Antisemit:innen. Seit Monaten melden sowohl die Szene der sogenannten „Querdenker“ als auch die Partei „Die Rechte“ regelmäßig Kundgebungen in Braunschweig an und versuchen, ihre Propaganda rücksichtslos in die Öffentlichkeit zu tragen – so auch am Samstag.

Das werden wir nicht unbeantwortet lassen!

Wir rufen auf zur Kundgebung:

„Gegen Nazihetze und Coronaleugner:innen – Mit Solidarität durch die Pandemie“
Samstag, 23.01.2021 | 14 Uhr | Bahnhofsvorplatz Braunschweig

Für uns stehen der Schutz aller Kundgebungsteilnehmer*innen und das solidarische Miteinander im Vordergrund. Deshalb fordern wir alle Teilnehmenden auf, Masken zu tragen und die Abstände von 2 Metern zu wahren.

Wichtig: Vor und nach der Kundgebung gelten die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen. Das heißt, alle Regelungen müssen eingehalten werden – einschließlich der Personenzahlbegrenzungen. In der Vergangenheit ist es vermehrt zu repressiven Kontrollen gekommen.

Polizeiliche Freiheitsentziehungen rechtswidrig -Bündnis sieht Kritik an Polizeieinsätzen bestätigt

„Die polizeilichen Freiheitsentziehungen von Protestierenden gegen den AFD-Parteitag in Braunschweig am 12.09.2020 waren von Anfang an rechts-widrig. Dies hat das Amtsgericht Braunschweig in insgesamt vier Beschwerdeverfahren (Az.: 33 b XIV 246/20 L, 33 b XIV 247/20 L, 33 b XIV 249/20 L und 33 b XIV 250/20 L) mit nun veröffentlichten Beschlüssen vom 14.12.2020 festgestellt.“ So informiert die Göttinger Anwaltskanzlei Sven Adam in einer Pressemitteilung.

Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts sieht sich durch die Beschlüsse des Amtsgerichtes in seiner Kritik an den überzogenen Polizeieinsätzen am 12.09.2020 bestätigt. Das Bündnis weist darauf hin, dass es im Zusammen-hang mit Protesten gegen Veranstaltungen von Naziparteien wie Der Rech-ten und der NPD oder der rechtsextremen AfD auch in Braunschweig zu un-verhältnismäßigen polizeilichen Maßnahmen und Einsätzen kommt.

Sebastian Wertmüller für das Bündnis: „Zum Glück gibt es genügend unerschrockene Bürgerinnen und Bürger, die das nicht akzeptieren und vor Gericht ziehen. Die aktuellen Beschlüsse geben ihnen recht.“

Mit Blick auf die zunehmende Gefahr und die zunehmenden Bedrohungen von rechts nicht nur gegenüber Migrantinnen und Migranten, sondern auch gegenüber antifaschistisch Engagierten, erwarte man ein deutlich anderes Agieren der Polizei.

Wertmüller: „Die Feinde der Demokratie sind nicht die Demonstrantinnen und Demonstranten gegen Nazis und andere Rechte, sondern rechtsextreme und nazistische Parteien und Verbände und deren Mitglieder.“

Update: Neuer Ort – Gemeinsam gegen Nazi-Drohungen

Im Rahmen des Kooperationsgespräches wurde festgelegt, dass die Soli-Kundgebung um 16 Uhr auf den Johannes-Selenka-Platz stattfindet.

Nazis dürfen nach aktuellem Stand nicht in der Goslarschen Straße aufmarschieren. Dennoch gilt:

Solidarität mit den Falken und allen Betroffenen von rechter Gewalt! 

Deshalb ruft das Bündnis gegen Rechts zu einer Solidaritätskundgebung unter dem Motto „Kein Advent für Nazis!“ auf:

Samstag, den 19. Dezember, ab 16 Uhr, Johannes-Selenka-Platz

Am Samstag, 19. Dezember, will die neonazistische Kleinstpartei „Die Rechte“ ab 17 Uhr eine Kundgebung durchführen: in direkter Nähe zur Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendverbandes „Die Falken“ in der Goslarschen Straße 20 A sowie unter dem volksverhetzenden Motto „Kein frohes Fest für Volksverräter“.

Im Vorfeld wurde die Kundgebung mit einem SA-Wagen beworben. Hierbei wurde ein Teil des Schriftzuges geschwärzt. Der Original-Text auf dem SA-Wagen lautet: „Kampf den Rasseschändern“. Auch dies ist in höchstem Maße volksverhetzend und abscheulich.

Unsere Hoffnung, dass diese Veranstaltung mit volksverhetzendem Motto und bedrohlichem Charakter deshalb von der Stadt verboten wird, scheint sich nicht zu erfüllen. Das Orga-Kollektiv beobachtet diese besorgniserregende Entwicklung sehr genau.

Unsere Solidarität gilt dem sozialistischen Jugendverband „Die Falken“ und allen Betroffenen rechter Gewalt! 

Mitglieder der Falken wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach von Nazis bedroht und in der Folge auch angegriffen. Erst heute Morgen wurde der Falken-Bulli mit komplett zerstochenen Reifen aufgefunden. Die Gewalteskalation lief in den immer gleichen Stufen ab:

2011

Durch Symbole an Kleidung und Körper eindeutig dem neonazistischen Spektrum zuzuordnende Personen machten wochenlang durch  extrem rechte verbale Attacken und Provokationen auf sich aufmerksam.

In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni 2011 schlugen Unbekannte die Scheibe des Bezirksverbandes der Falken in der Tuckermannstraße ein.

Am 5. Juli 2011 kam es schließlich zu einem gewaltsamen Naziüberfall auf das Jugendzentrum „SUB“ der Falken im Magniviertel. Die Täter versuchten, sich gewaltsam Eintritt zu verschaffen und schlugen die Glasscheibe der Eingangstür ein, hinter der die Jugendlichen Schutz suchten. Nur durch das besonnene Vorgehen der Anwesenden und zu Hilfe eilenden Anwohner:innen konnte Schlimmeres verhindert werden.

2016

Wochenlang wurden immer wieder Aufkleber mit rassistischem und neonazistischem Inhalt an die Türen des Jugendzentrums „SUB“ im Bohlweg 55 geklebt.

Am Montag, den 8. Februar 2016, gegen 21 Uhr randalierte eine Gruppe von sechs Personen aus dem Umfeld der Nazi-Szene Braunschweigs vor der Eingangstür des SUBs und versuchte, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Die Personen hatten vorher an der Bragida-Demonstration am Platz der Deutschen Einheit teilgenommen. Die herbeigerufene Polizei nahm die Personalien von einigen der Randalierer auf.

Am Dienstag, den 9. Februar 2016 um 16:45 Uhr beobachtete ein Mitarbeiter der Falken, wie zwei Personen Aufkleber mit eindeutig rechten Parolen an die Türen des Jugendzentrums klebten. Als er das SUB kurz darauf verließ, um die Aufkleber zu entfernen, griffen ihn die Männer an. Er wurde auf dem Gehweg vor dem Gebäude zu Boden geschlagen und am Boden liegend weiter geschlagen und getreten. Nur durch das Eingreifen seiner Kolleg:innen und von Passanten konnten die beiden Täter davon abgebracht werden, weiter auf ihn einzuschlagen. http://buendnisgegenrechts.net/2016/02/11/neonazis-attackieren-mitarbeiter-der-falken/        

Die beiden Täter waren die von da an regelmäßig mit gewalttätigen Übergriffen in Braunschweig auffallenden „stadtbekannten Neonazis“, von denen der mit der „positiven Sozialprognose“ auch am Samstag zu erwarten ist.

2020

Wenige Tage vor der für Samstag angekündigten Nazikundgebung wird am Mittwoch, den 16. Dezember, der vor den Büroräumen geparkte Falken-Bulli mit komplett zerstochenen Reifen aufgefunden.

Nachfolgend kommen aktuelle Infos zum Protest gegen den AfD-Landesparteitag in Braunschweig am 5.12.2020:

Programm:

Das Programm wurde in nur zwei Tagen ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Es wird wahrscheinlich zu Veränderungen kommen.

Auftaktkundgebung 1: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Emsstraße/Peenestraße

Redner:innen:

Eröffnung: Udo Sommerfeld (BgR)

– Maggi (ver.di-Jugend)

– DGB Jugend

– Miriam Seedorf (ver.di Jugend)

– Mimi (Nexus)

Auftaktkundgebung 2: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Madamenweg /Ganderhals

Redner:innen:

Eröffnung: Sebastian Wertmüller (BgR)

– Jörg Hitzmann (AWO)

– Angelika Schwarz (BgR)

– Uwe Fritsch (Betriebsrat VW BS)

– Antifaschistisches Cafè BS

Hauptkundgebung: ab 10.00 Uhr, Kreuzung Madamenweg /Ganderhals

Alle die nicht zu den Auftaktkundgebungen kommen können, sollten an der Hauptkundgebung um 10.00 Uhr teilnehmen. Die Hauptkundgebung schließt sich direkt an die Auftaktkundgebung 2 an. Neben den Redner:innen der Auftaktkundgebung 2 – sprechen teilweise erst nach 10.00 Uhr – werden die folgenden Musiker:innen auftreten

Musiker:innen:

Ina / Louphine

Cosmo Thunder

Simon Günther (Wolkenkratzer)

Ohrofyll

Versorgung

Zumindest bei der Kundgebung an der Kreuzung Madamenweg/Ganderhals wird es wahrscheinlich eine Versorgung mit heißen Getränken geben.

Anreise

Auftaktkundgebung 1: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Emsstraße/Peenestraße

ÖPNV

Mit den Straßenbahnen 3 oder 5 bis zur Haltestelle Emsstraße. Anschließend zu Fuß über die Emsstraße, ca. 500 m.

PKW

Je nach Absperrung durch die Polizei, gute Parkmöglichkeiten im Bereich Münchenstraße, Elbestraße, Emsstraße.

Auftaktkundgebung 2: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Madamenweg /Ganderhals

ÖPNV

Dieser Bereich wird regulär von der Buslinie 418 erreicht. Da der Madamenweg gesperrt wird, fährt diese Linie nur bis zur Haltestelle Madamenweg/Ring. Hierher fahren auch die Buslinien 419 oder 429. Anschließend zu Fuß über den Madamenweg, ca. 1,3 km.

PKW

Nur sehr geringe Parkmöglichkeiten im gesamten Bereich. Anreise mit PKW möglichst vermeiden.

Denkt dran: Abstand halten, Mundschutz tragen und der AfD zeigen, dass sie in Braunschweig nicht erwünscht ist!

Aufruf 05.12.2020 | Kein Fußbreit der AfD

Stoppt die AfD – Keine Versammlung der AfD am 05./06.12. in Braunschweig

Wir, das Bündnis gegen Rechts, rufen am Samstag den 05.12. ab 07.30 Uhr zu Protesten gegen eine zweitägige Versammlung der AfD in der Milleniumhalle in Braunschweig auf.

Wie kurzfristig bekannt wurde, will die AfD Niedersachsen dort die Aufstellung ihrer Kandidat:innen für die Landesliste zur Bundestagswahl durchführen.

Erneut trifft sich die AfD im Millenium Event Center in Braunschweig, wie bereits im September dieses Jahres zum Landesparteitag. Der Betreiber Hartmann zeigt sich offensichtlich weiter unberührt von all der Kritik an der Vermietung seiner Halle an die rechte Partei und stellt sie dieser erneut ohne mit der Wimper zu zucken zur Verfügung.

Wir wollen an diesem Wochenende wieder gemeinsam auf die Straße gehen und sowohl der AfD als auch Hartmann zeigen, dass wir uns der AfD in den Weg stellen. Wir werden ein klares Zeichen setzen. Faschismus ist ein Verbrechen und wir werden uns dagegen wehren.

Wir werden vor Ort sein, laut sein und zeigen, dass die AfD hier in Braunschweig und überall unerwünscht ist. Beteiligt euch zahlreich an den Kundgebungen des Bündnisses gegen Rechts und lasst uns gemeinsam der AfD in den Weg stellen:

Samstag, 05.12.2020,

Auftaktkundgebung 1: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Emsstraße/Peenestraße

Auftaktkundgebung 2: ab 07.30 Uhr, Kreuzung Madamenweg /Ganderhals

10:00 Uhr Kundgebung Madamenweg

Wir nehmen die Pandemie ernst und wollen den Herausforderungen solidarisch begegnen. Wir tragen einen Mund-Nasen-Schutz und halten Abstand zueinander.

Kein Fußbreit der AfD!

Bündnis gegen Rechts dankt David Janzen

Der Rückzug von David stellt für das Bündnis einen großen Verlust dar. Als sich das Bündnis gegen Rechts vor 21 Jahren gründete, war er eines der Gründungsmitglieder. Gemeinsam hatten wir von Anfang an das Ziel, dass Rechte nirgendwo in der Stadt ungestört ihre Propaganda verbreiten können. Dieses Ziel wurde mit unzähligen Kundgebungen, Demonstrationen und Veranstaltungen über all die Jahre verfolgt. Die Vorbereitung und Durchführung aller Aktivitäten wurde vom Orga-Kollektiv des Bündnisses stets ehrenamtlich und mit enormen Aufwand betrieben.

Derjenige, der über viele Jahre das Bündnis geprägt hat und der die Öffentlichkeitsarbeit, die Homepage und alle Social Media Kanäle aufgebaut und gepflegt hat, war David Janzen. Für diese aufopferungsvolle Arbeit spricht das Bündnis gegen Rechts David Janzen einen großen Dank aus.

Ohne David hätte es das Bündnis, wie wir es heute kennen, wahrscheinlich nicht gegeben.

Doch so sehr er uns auch bei unserem Kampf gegen den Faschismus fehlen wird, haben wir natürlich volles Verständnis für seine Entscheidung. Trotz der vielfachen Angriffe von Nazis gegen David und seine Familie wurde die wichtige Arbeit über Jahre ehrenamtlich durchgeführt. Dafür hat er unseren vollen Respekt und wir stehen als Bündnis gegen Rechts solidarisch hinter ihm und seiner Familie. Dass sein Engagement vor dem Hintergrund persönlicher Veränderungen und Belastungen nicht ununterbrochen fortgesetzt werden kann, verstehen wir. Vor allem freuen wir uns, dass David uns in bestimmten Bereichen auch weiter unterstützen will und uns mit seiner reichen Erfahrung zur Verfügung steht.

Danke David und alles Gute für Dich und Deine Familie

Das Orga-Kollektiv

Rücktritt als Sprecher des Bündnis gegen Rechts

Liebe Freund:innen,
Liebe Mitstreiter:innen,

seit über 20 Jahren habe ich als ehrenamtlicher Sprecher das Bündnis gegen Rechts Braunschweig mit gestaltet und geprägt. Leider fehlt mir nun aufgrund familiärer Veränderungen schon seit längerem die nötige Zeit um mich mit gleicher Kraft und Intensität wie bisher zu engagieren. 

Deshalb habe ich schon vor einiger Zeit begonnen, mich aus der aktiven Mitarbeit im Bündnis schrittweise herauszuziehen. Ich habe mich nun entschlossen, meine Tätigkeit als (Presse-)Sprecher ganz abzugeben und bin damit auch ab sofort nicht mehr für die Öffentlichkeitsarbeit, die Homepage und die Social Media Kanäle verantwortlich. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, aber ich brauche gerade mehr Zeit für meine Familie und mich. 

Ich möchte mich bei all den Menschen, Initiativen und Organisationen bedanken, die in den letzten zwei Jahrzehnten das Bündnis gegen Rechts unterstützt, sich dort gemeinsam engagiert, mit ihren Spenden die Arbeit möglich gemacht und sich an unseren Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen beteiligt haben. 

Mein persönlicher Dank gilt vor allem auch den vielen Menschen, die mir angesichts der (noch immer anhaltenden) Drohungen der Neonazis gegen mich und meine Familie ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht haben und mir immer wieder den Rücken gestärkt haben. 

Natürlich bleibe ich dem Bündnis gegen Rechts verbunden und werde auch weiter für eine antifaschistische, antirassistische und solidarische Gesellschaft streiten – Künftig werde ich mich aber weniger aktivistisch, sondern wieder mehr journalistisch und publizistisch mit der rechten Szene beschäftigen. 

Ich freue mich, wenn mir die oder der andere hier bei twitter folgt, sich sich mit mir über meine persönliches Facebook-Profil befreundet oder ein „Like“  für die neuen Facebook-Seite „DokuRechts38 – Recherche zur extremen Rechten in der Region Braunschweig“ hinterläßt:

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Bleibt gesund, kritisch, antifaschistisch und solidarisch!

David Janzen

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