Alle Beiträge von Bündnis gegen Rechts

Erinnern heißt kämpfen – Opfer rechter Gewalt haben Namen und Geschichten

„Wir haben uns intensiv mit den Todesopfern rechter Gewalt in der Bundesrepublik nach 1945 beschäftigt – eine emotional herausfordernde und hochpolitische Auseinandersetzung.
Die Betroffenen dürfen nicht vergessen werden, deshalb haben wir ihre Namen aufgeschrieben und wollen sie am Samstag ab 13 Uhr am Hauptbahnhof und ab 14:00 Uhr auf dem Schlossplatz gemeinsam sichtbar machen“ sagt Miriam Seedorf, Teil der Vorbereitungsgruppe der Aktion.

Bei der Vorbereitung wurde deutlich:
Die staatliche Anerkennung als politische Tötung von rechts muss in vielen Fällen bis heute hart erkämpft werden. Immer wieder wurden extrem rechte Hintergründe, Netzwerke und Motive ignoriert, geleugnet und verschwiegen. So wurden Betroffene z.B. durch rassistische und wohnungslosenfeindliche Bilder und Zuschreibungen kriminalisiert und sogar zu Mitschuldigen gemacht.

„Erinnern heißt für uns, der Opfer rechter Gewalt zu gedenken und sich als Teil unserer gemeinsamen Verantwortung mit ihren Schicksalen zu beschäftigen. Wir dürfen die Ermordeten nicht als anonyme Zahlen denken, sondern wir müssen uns mit ihren Leben beschäftigen“, sagt Mimi, ebenfalls Teil der Vorbereitungsgruppe. #saytheirnames darf nicht erst für Ermordete gelten.

Das bedeutet für uns: Betroffene unterstützen, Tätern Raum nehmen, Konsequenzen ziehen. Das heißt für uns gegen rechte Gewalt angehen – egal ob am Familientisch, in Schule, Ausbildung, Arbeit, Freizeit, im Stadtteil oder weltweit.

Starkes Zeichen: Über 500 Menschen auf Demonstration nach Brandanschlag

500 bis 600 Menschen sind am Freitag einem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts gefolgt und haben sich solidarisch mit den Gruppen gezeigt, deren Räume am 09.03. von einem Brandanschlag betroffen waren: dem Antifacafé und den Gruppen, die sich dort treffen.

Im Unterschied zu Polizei und Staatsanwaltschaft hält das Bündnis die Brandattacke nicht für zufällig, sondern ordnet sie in eine ganze Reihe von rechtsextremen Attacken ein, u.a. auf das Fahrzeug der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, Angriffe auf junge Leute in der Innenstadt Bedrohungen und Sprühereien etc.

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Freiheit! Vielfalt! Solidarität! Emanzipation! Grenzenlos gegen Rassismus

Vom 15.-28. März finden zum 26. mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und werden bundesweit und international durch verschiedene Aktivitäten begleitet. Die Aktionswochen rahmen den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03. ein und stehen dieses Jahr unter dem Motto: „Solidarität. Grenzenlos!“.

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Gedenktag 27. Januar –Gedenken, Erinnern, Schützen, Handeln

Vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz. Seit 1996 wird in Deutschland an diesem Datum der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Wegen der Infektionsgefahren wird es dieses Jahr in Braunschweig keine öffentliche Gedenkveranstaltung geben. Das Bündnis gegen Rechts ruft daher zu Kranzniederlegungen an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße am 27.Januar auf und wird sich als Bündnis daran beteiligen.

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Schon wieder Braunschweig: 50 Nazis in der Stadt unterwegs, 200 Antifaschist:innen halten dagegen

Rund 50 gewaltbereite Nazis haben am vergangenen Samstag in Braunschweig demonstrieren können. Nazis aus Magdeburg, Hildesheim, Einbeck und Goslar unterstützten dabei die kleine Braunschweiger Szene. 200 Demonstrant:innen sind dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts zu Protesten gefolgt und hielten am Bahnhof und am Burgplatz dagegen.

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Kundgebung „Gegen Nazihetze und Coronaleugner:innen – Mit Solidarität durch die Pandemie“

Wir rufen am kommenden Samstag, den 23.01., ab 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Braun-schweig zur Kundgebung „Gegen Nazihetze und Coronaleugner:innen – Mit Solidarität durch die Pandemie“ auf, um gemeinsam zu zeigen, dass wir für solidarische Antworten auf die Pandemie einstehen und keinen Raum für rechte Hetze, Verschwörungsmythen und Nazi-Propaganda zulassen.

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Polizeiliche Freiheitsentziehungen rechtswidrig -Bündnis sieht Kritik an Polizeieinsätzen bestätigt

„Die polizeilichen Freiheitsentziehungen von Protestierenden gegen den AFD-Parteitag in Braunschweig am 12.09.2020 waren von Anfang an rechts-widrig. Dies hat das Amtsgericht Braunschweig in insgesamt vier Beschwerdeverfahren (Az.: 33 b XIV 246/20 L, 33 b XIV 247/20 L, 33 b XIV 249/20 L und 33 b XIV 250/20 L) mit nun veröffentlichten Beschlüssen vom 14.12.2020 festgestellt.“ So informiert die Göttinger Anwaltskanzlei Sven Adam in einer Pressemitteilung.

Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts sieht sich durch die Beschlüsse des Amtsgerichtes in seiner Kritik an den überzogenen Polizeieinsätzen am 12.09.2020 bestätigt. Das Bündnis weist darauf hin, dass es im Zusammen-hang mit Protesten gegen Veranstaltungen von Naziparteien wie Der Rech-ten und der NPD oder der rechtsextremen AfD auch in Braunschweig zu un-verhältnismäßigen polizeilichen Maßnahmen und Einsätzen kommt.

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