8. Mai – Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Sonntag, 8.Mai 2022, 11 Uhr
Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße.

Wir laden am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, ein zur Gedenkveranstaltung „Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“.

Grußworte für das Bündnis gegen Rechts: Dr. Andreas Hoffmann
Redebeitrag:
Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (Vorsitzende des Vereins Andere Geschichte)
Musikalische Umrahmung:
Michael Ha (Tenor) und Burkhard Bauche (Piano)

Musikalische Umrahmung: Michael Ha (Tenor) und Burkhard Bauche (Piano)

Am 8.Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland vor den Siegermächten des zweiten Weltkrieges. Ein Tag der vielen Deutschen eher als eine Niederlage erschien, der aber für den überwiegenden Teil Europas, für die übrige Welt und für alle Gegner der Nazis ein Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror und von der faschistischen Gefahr war.

Auch 77 Jahre später darf das aktive Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen und all ihre aktiven und passiven Unterstützer*innen (auch nach 1945) nicht verblassen. Wohin es führt, wenn neonazistische Ideologie auf mangelnden Widerstand stößt und Betroffene und Antifaschist*innen allein gelassen werden, muss uns ständige Mahnung bleiben.

Wir müssen uns aktiv dem forcierten Vergessen und Versuchen der Geschichtsverdrehung entgegenstellen, an die vielfältigen Kämpfe gegen Faschismus erinnern und eine antifaschistische Haltung im Alltag stärken.

Der 8.Mai ist der richtige Tag, sich darüber zu freuen, dass der europäische Faschismus vernichtend geschlagen wurde. Das macht Mut und gibt uns die Zuversicht, dass unser Kampf gegen den Faschismus erfolgreich sein wird.

Um die Namen, Schicksale und Lebensumstände der Betroffenen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aus der Vergessenheit in die Mitte der Stadt zurückzuholen, reinigen wir auch in diesem Jahr im Anschluss gemeinsam Stolpersteine. Alle Informationen, eine Karte sowie eine Übersicht, welche entlegener liegenden Steine noch keine Putzpat*in haben, gibt es auf www.stolpersteine-fuer-braunschweig.de

Kein Platz für Nazipropaganda!

Samstag, 19.03. 14 Uhr Schlossplatz
Das Antifaschistische Café ruft zu spontanem Protest ab 14 Uhr auf.

Erneut muss es heißen: kein Platz für Nazipropaganda!
Denn die Nazikleinstpartei „Die Rechte“ hat unter dem Motto „Gegen NATO und Sowjetbolschewismus“ für diesen Samstag eine Kundgebung auf dem Schlossplatz angemeldet.

Wie so häufig in jüngster Vergangenheit – sei es zuletzt an Karneval als sie einen eigenen „Umzug“ veranstalteten oder in der Adventszeit als sie mit Glühwein und Weihnachtsmützen durch Braunschweig zogen – ist der Anlass für ihre Aufmärsche recht willkürlich. Diesmal nehmen die Nazis den Krieg Russlands gegen die Ukraine als Aufhänger, um ihre extrem rechte und menschenfeindliche Gesinnung auf die Straße zu tragen.

Diesen Raum wollen wir ihnen nicht zugestehen!

Dass sie dabei in ihrem Aufruf provokant ein antisemitisches und antikommunistisches Plakat verwenden, welches 1937 Teil einer Ausstellung der NS-Reichspropagandaleitung war, zeigt einmal mehr, wessen ideologischer Ausrichtung sie entspringen.

In Braunschweig ist kein Platz für Nazis und ihr völkisch-reaktionäres Weltbild! Deshalb gilt es, sich ihnen auch am Samstag in den Weg zu stellen.
Das Antifaschistische Café ruft daher zu spontanem Protest ab 14 Uhr auf dem Schlossplatz auf – weiteres findet ihr auf ihrer Seite.

Friedliche Demonstration durch Polizeieinsatz massiv behindert

Am heutigen 19. Februar 2022 fand eine Demonstration des Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Kein Platz für Nazis“ statt. Die Demonstration startete um 13:30 Uhr am Hauptbahnhof mit ca. 300 Teilnehmenden aus der breiten Stadtgesellschaft. Der Anlass war ein Aufmarsch der Kleinstpartei „die Rechte“, bei dem sich vorbestrafte Neonazis überregional versammelten. Das Polizeiaufgebot auf dieser Seite war überschaubar, gemessen an dem versammelten Gewaltpotenzial.

Auf Seiten der Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts war von vornherein ein immenses Polizeiaufgebot vor Ort. Schon viele Male hat das Bündnis gegen Rechts eine solche Präsenz kritisiert, da diverse Menschen sich aufgrund dessen nicht trauen, zu den angemeldeten Kundgebungen zu kommen.

Während die Kundgebung und Demonstration die gesamte Zeit friedlich verlief, sahen sich die Teilnehmenden auf dem Rückweg zum Hauptbahnhof plötzlich und ohne Vorankündigung mit einem gewaltsamen Einschreiten der Polizei in die Demonstration konfrontiert.
„Wir sind fassungslos über das Verhalten der Polizei am heutigen Tag. Unsererseits haben wir auch im Vorfeld alles dafür getan, einen reibungslosen Ablauf der Demo zu gewährleisten. Nun mussten wir mit ansehen, wie Familien schnell die Demo verlassen, da sie durch die Eskalation der Polizei eine Gefahr sahen.“ sagte Peter Rosenbaum von der BIBS.

Eine Person wurde bei dem Einschreiten der Polizei so stark verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Durch fehlende Kommunikation sowie das rabiate Auftreten und Eingreifen der Polizei in die friedliche Demonstration wird suggeriert, dass Gegenprotest gegen Naziaufmärsche das Problem in unserer Stadt sei.

„Die Massivität des Auftretens der Polizei haben wir in dieser Heftigkeit lange nicht bei unseren Demos erlebt. Besonders schlimm ist das, nachdem erst vor zwei Tagen das selbstverwaltete Kulturzentrum Nexus und ein Dutzend Privatpersonen durchsucht wurden. Wir sehen hier das Fortschreiben der Kriminalisierung von Protesten gegen Rechts und stellen klar: das Problem sind die Nazis hier in Braunschweig und nicht die engagierte Zivilgesellschaft.“

Bündnis gegen Rechts kritisiert Braunschweiger Zustände

Am gestrigen Morgen (Donnerstag, 17.02.2022) gab es zahlreiche Hausdurchsuchungen insbesondere im westlichen Ringgebiet Braunschweigs. Neben Privatwohnungen wurde auch das selbstverwaltete Kulturzentrum Nexus an der Frankfurter Straße von Polizisten durchsucht. Das Nexus besteht seit 1993 und ist ein überregional bekannter linker Veranstaltungsort, Begegnungsort und beliebter Treffpunkt vor allem für Anwohner:innen im Viertel.

Das Nexus ist Teil des Bündnis gegen Rechts und bezieht klare Position gegen die Zunahme rechter Gewalt in Braunschweig.  Aktiv organisieren Akteur:innen aus dem Nexus Aktionstage für ein solidarisches westliches Ringgebiet Seite an Seite mit verschiedenen Initiativen des Stadtteils. „Seit geraumer Zeit versuchen Braunschweiger Neonazis den Frankfurter Platz als einen ihrer Treffpunkte zu etablieren. Sie bedrohen regelmäßig Personen, die nicht in ihr Weltbild passen. Im letzten Jahr wurde dort ein junger Mann von Neonazis zusammengeschlagen“, sagt eine Vertreterin für das Bündnis gegen Rechts. 

Seit Jahren ist Braunschweig eine Schwerpunktregion der extremen Rechten in Niedersachsen. Die maßgeblichen Akteur:innen sind dabei weit über die Grenzen Braunschweigs für ihre Gewalttätigkeit bekannt. Auffällig ist allerdings, dass Verfahren gegen sie regelmäßig eingestellt und nicht weiter verfolgt werden.

Anders sieht es in Braunschweig anscheinend bei Akteur:innen aus, die sich gegen Rechts engagieren. Maßnahmen der Strafverfolgung sind hier – wie die aktuellen Hausdurchsuchungen zeigen – offenbar wesentlich niedrigschwelliger anwendbar.“ sagt eine Betroffene. Eine Vertreterin ergänzt für das Bündnis gegen Rechts: „Es wird ein „linksextremes Gewaltpotential“ herbeigeredet, welches auf Seiten der Neonazis von Behörden immer wieder negiert oder zu „Einzelfällen“ herabgestuft wird. Es wird ein „links-rechts“-Konflikt konstruiert, der die gesamtgesellschaftliche Bedrohung durch die extreme Rechte herunterspielt und Personen, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzen, kriminalisiert

Das Bündnis gegen Rechts kritisiert dieses einseitige Vorgehen entschieden. Es erklärt sich solidarisch mit Menschen, die sich antifaschistisch engagieren, sowie mit Orten, die Betroffenen rechter Gewalt die dringend notwendigen Schutzräume bieten„.

Kein Platz für Nazis!

Kundgebung + Demo: Samstag, 19.02.2022
ab 13.30 Uhr am Hauptbahnhof

Am Samstag, den 19.2.2022, dem 2. Jahrestag des rechtsterroristischen, rassistischen Anschlags von Hanau, will die neonazistische Kleinstpartei „Die Rechte“ in Braunschweig aufmarschieren. Wir werden das nicht widerspruchslos hinnehmen und rufen als Bündnis gegen Rechts zu antifaschistischem Protest ab 13.30 Uhr am Hauptbahnhof auf.

Mit ihrem als „Karnevalsdemo“ kaschierten Aufmarsch versuchen die üblichen Neonazis aus der Region zum wiederholten Male thematisch an Proteste aus dem „Querdenken“-Spektrum anzuschließen und gegen den ausgefallenen Schoduvel zu protestieren. Offensichtlich erhoffen sie sich nach der eigenen regelmäßigen Mitwirkung an den montäglichen Demonstrationen, die von den übrigen Teilnehmer:innen weitestgehend unwidersprochen bleibt, nun selbst Zulauf aus eben jenen Kreisen.

Die bisherigen Versuche von extremen Rechten und Faschist:innen, mit eigenen Versammlungen auf diesen Zug aufzuspringen, blieben nicht zuletzt wegen antifaschistischer Proteste, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit recht erfolglos.
Lasst uns gemeinsam auch am 19. Februar dafür sorgen, dass das so bleibt. 

Kein Platz für Nazis!

Für das Ende rechter Gewalt und für ein solidarisches Miteinander!
Hinweis: Mit Blick auf die Pandemie rufen wir dazu auf, FFP2-Masken zu tragen und Abstände einzuhalten!

Neben der Gegendemonstration des BGR wird es an mehreren Stellen über den Tag verteilt möglich sein, den Ermordeten von Hanau würdig zu gedenken und die Forderungen der Angehörigen und Überlebenden zu teilen: Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!

Erinnern, gedenken, handeln – Nie wieder Auschwitz!

Heute vor 77 Jahren befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden Konzentrationslager Auschwitz.

Wir gedenken all den Menschen, die durch die nationalsozialistische Ideologie und ihre Helfer*innen entwürdigt, entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden – Jüdinnen und Juden, Sinti*zze und Rom*nja, Zeugen Jehovas, Millionen verschleppter Slaw*innen, Zwangsarbeiter*innen, Homosexuellen, politischen Gefangenen, kranken, behinderten und langzeitarbeitslosen Menschen.

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Wir engagieren uns gegen Rassismus und Aufmärsche von Neonazis! 
Wir treten ein für eine bunte, tolerante, antifaschistische und antirassistische Stadt!

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